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Nach dem Finaleinzug seines Teams zeigt sich Präsident Uli Hoeneß zufrieden, appelliert aber daran, konzentriert weiterzumachen.

München. Am Mittwochabend zog der FC Bayern München ins Finale des DFB-Pokals ein, Gegner wird Borussia Dortmund sein. Als es auch nach 120 Minuten 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach hieß, ging es ins Elfmeterschießen, dass die Bayern für sich entscheiden konnten. Matchwinner war der beim Münchener Anhang teilweise immer noch umstrittene Manuel Neuer.

„Nach wie vor Probleme mit der Südkurve“


Manuel Neuer entwickelte sich im Laufe des Halbfinals zum Matchwinner für den Rekordpokalsieger. Zunächst kam er gegen Reus schnell aus seinem Tor und parierte den Ball, dann hielt er, nachdem Dante den ersten Versuch für die Gladbacher vergab, den Schuss von Nordtveit mit dem Fuß und führte seine Bayern so ins Endspiel.

Nachdem Neuer in den ersten beiden Partien in dieser Saison gegen die „Fohlen“ zweimal patzte und seiner Mannschaft so sechs Punkte fehlen, revanchierte sich der Ex-Schalker gestern und konnte so einige Bayern-Herzen erobern. Dennoch bleibt der Nationaltorhüter eine Reizfigur in München.

„Gerade hier, wo ihm das Malheur passiert ist, hat er so souverän gespielt und uns in den wichtigen Phasen im Spiel gehalten. Das Elfmeterschießen hat er gut gemeistert. Das freut mich für ihn. Allerdings wäre es lächerlich gewesen, wenn wir verloren hätten. Gladbach hatte zwei Torchancen und wir sechs“, so Hoeneß laut tz nach dem Spiel. Und weiter: „Das ist ein wichtiges Signal, weil wir nach wie vor das eine oder andere Problem mit der Südkurve haben. Da sollte sich der eine oder andere überlegen, ob er das aufrechterhalten will.“

Arbeiten statt Reden


Hoeneß hatt unlängst verlautbart, dass die Bayern im Champions-League-Finale im eigenen Stadion unbedingt dabei sein müssten und der Präsident und Bayernmacher schlechthin war sich nie zu müde, die „Mia-San-Mia-Mentalität“ seines Vereins zu predigen, jetzt scheint sich die Strategie zu ändern.

Hoeneß im Interview: „Das Finale ist ein Highlight – das wird ein Fußballfest. Jetzt haben wir 25 Prozent der Saison eingefahren. Wir sollten aufhören von dem ,Mia-San-Mia‘ zu reden. ,Mia-San-Mia‘ muss man ständig leben und nicht in der Zeitung lesen. Ich glaube, dass die Mannschaft seit zwei Wochen begriffen hat, was es heißt, das Bayern-Trikot zu tragen, nicht nur gut zu sein, sondern viel zu arbeiten und viel zu laufen. Das hat sie wieder verinnerlicht. Wenn die Mannschaft läuft und arbeitet, kommen solche Spiele wie die letzten Wochen raus.“

Positiv ins Elfmeterschießen

Vor dem letzten und entscheidenden Akt, dem Elfmeterschießen, war sich Hoeneß nach eigener Angabe sicher, dass seine Mannen als Sieger vom Platz gehen: „Ich hatte das Gefühl, dass die Gladbacher stehend K.o. waren. Die haben Krämpfe gehabt, das ist keine gute Voraussetzung für ein Elfmeterschießen. Dann hat man keinen Nerv mehr, das Spiel mit dem Torwart auszuhandeln. Da waren wir sehr souverän, alle Elfer waren drin. Und da wäre noch Arjen Robben gekommen – eine Bank.“

A Propos Robben, über dessen bevorstehende Vertragsverlängerung gab sich der Ex-Manager ebenfalls zuversichtlich und ist davon überzeugt, dass es bald eine Einigung gebe. Dantes Antreten zum Elfer sah er kritisch: „Ich denke, es war nicht sehr klug, ihn schießen zu lassen.“

Uli Hoeneß ist nach den jüngsten Auftritten seiner Mannschaft wieder positiv gestimmt, er hat aber erkannt, dass es, wenigstens für die Spieler besser sei, weniger zu reden, dafür mehr zu spielen und Leistung auf den Rasen zu bringen.

Eure Meinung: Was können die Bayern in dieser Saison noch erreichen? DFB-Pokal, Champions League und Meisterschaft?

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