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Dortmund zieht nach einem 1:0 in der 120. Minute gegen Greuther Fürth ins Pokalfinale ein. Wir haben für euch die Stimmen nach dem Pokalfight.

Fürth. Wer vor dem Dienstagabend geglaubt hatte, das Spiel von Borussia Dortmund beim aktuellen Tabellenführer der 2. Bundesliga, Greuther Fürth, würde ein Selbstläufer werden, sah sich relativ schnell getäuscht. Spielerisch sicherlich kein besonderer Leckerbissen, aber dafür von viel Kampf geprägt, zog Dortmund am Ende nach 120 Minuten mit 1:0 durch einen – im wahrsten Sinne des Wortes – „Lucky Punch“ von Ilkay Gündogan ins Finale des DFB-Pokals ein. Greuther Fürth hatte zwei Stunden lang alles gegeben und scheidet nicht unbedingt verdient, aber dafür umso unglücklicher aus dem Pokal aus.

„Absoluter Traum“

Für Jürgen Klopp ist der Einzug ins Finale ein „absoluter Traum“. „Auch nach der Art und Weise, wie das heute abgelaufen ist; erneut superschwer“, fuhr Klopp im ZDF fort. „Das ist im Moment eine Phase, in der wir einfach arbeiten müssen. Wenn wir die Chancen, die heute wieder da waren, nutzen, steht es irgendwann zwei, drei null und dann ist das Kräfteverhältnis auch da. So ist Fürth im Spiel geblieben. Sie haben ein tolles Spiel gemacht, wahnsinnig gefährlich, eine wahnsinnig gute Mannschaft, bei Standards extrem gefährlich. Und dann so ein Tor zu machen…“

„Ich kann das nicht beschreiben“


Die Spielvereinigung spielte 120 Minuten lang gut mit und musste sich erst durch ein unglückliches Tor in der 120. Minuten geschlagen geben. Gündogan traf nur den Pfosten und von dort prallte der Ball an den Rücken des erst kurz vorher eingewechselten Ersatzkeepers Jasmin Fejzic, ehe er die Torlinie überquerte. Vom ZDF nach seinen Gefühlen befragt, fand Ilkay Gündogan keine passenden Worte: „Ich kann das nicht beschreiben! Das waren Emotionen pur, dass gerade in der allerletzten Sekunde das 1:0 für uns fällt, und dann noch so ein Tor. Ein unbeschreibliches Gefühl! Wir freuen uns alle, dass wir das Spiel gewonnen haben und ins Pokalfinale einziehen.“

„Was soll er da machen?“

Ausgerechnet Fejzic! Der Torhüter wurde nur eingewechselt, weil er laut Trainer Mike Büskens „im Training perfekt Elfmeter hält. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, ihn reinzubringen, wenn es auf ein Elfmeterschießen hinausläuft.“ Außerdem offenbarte Büskens, dass Fejzic wohl auch selber als Elfmeterschütze angetreten wäre: „Er hat in der zweiten Mannschaft sehr erfolgreich einige Elfmeter geschossen und wäre auch hier ein Kandidat gewesen.“

Am Ende war Fejzic der größte Pechvogel auf dem Platz, als der Ball vom Pfosten an seinen Rücken, und dann ins Tor ging. „Der Ball geht vom Pfosten gegen seinen Rücken. Was soll er da machen?“, verteidigte Büskens seinen Keeper, der an diesem Gegentreffer wirklich keine Schuld hatte. Auch wenn der Treffer für Dortmund das Tor zum Finale in Berlin bedeutete, sagte Jürgen Klopp nach Spielende ehrlich: Menschlich ist mir das nicht egal, mir tut das tatsächlich Leid, aber das ist der Sport.“

Es „tut sehr, sehr weh“

Genauso wertete auch Gerald Asamoah nach Abpfiff das Gegentor: „Wenn noch 30 Sekunden zu spielen sind, versuchst du, das Tor zu verteidigen und zu hoffen, dass du im Elfmeterschießen weiterkommst. Dann kriegst du so ein Tor rein. Das ist bitter, aber das ist Fußball. Es tut mir Leid für die junge Mannschaft, weil die alles getan hat, um hierhin zu kommen. Und am Ende so auszuscheiden, tut sehr, sehr weh.“

Für die Leistung seiner Mitspieler fand Asamoah ebenfalls nur lobende Worte: „Wir haben das Beste getan, was wir konnten. Wir wissen, dass sie gut Fußball spielen können, trotzdem haben wir sehr gut dagegengehalten.“ Am Ende hatte Dortmund eben das, was man im Fußball manchmal auch benötigt: Das nötige Quäntchen mehr Glück als der Gegner.

Eure Meinung: Wie fandet Ihr die Leistung der Fürther? Wie wird das Finale aussehen und wer wird es gewinnen?


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