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Nach der Pokal-Sensation: Büskens ist „einfach stolz und glücklich“, Beck stellt sich vor Stanislawski
Das Spiel zwischen Hoffenheim und Fürth brachte wenig neue Erkenntnisse - auf die TSG kommt viel Arbeit zu. Trotz der Niederlage ist Stanislawski mit seiner Mannschaft zufrieden.
Von Felix Landmesser
Sinsheim. Nach 90 spannenden Minuten stand es im DFB-Pokal zwischen 1899 Hoffenheim und Greuther Fürth 0:1 für den Zweitligisten. Ein „enttäuschendes“ Ergebnis für Hoffenheim-Trainer Holger Stanislawski, sein Gegenüber Mike Büskens ist „einfach stolz und glücklich“ über die Leistung der Kleeblätter.
„Richtig gute Partie“
Holger Stanislawski macht aus seiner Enttäuschung über die Niederlage keinen Hehl, man habe schließlich „eine richtig gute Partie geboten“, wird Stanislawski auf der vereinseigenen Internetseite zitiert. Trotz des Platzverweises habe seine Mannschaft auch in Unterzahl eine gute Leistung geboten, „wir waren auch mit zehn Mann die deutlich bessere Mannschaft. Leider ist uns das Tor nicht geglückt.“
Seinen Schützlingen könne er „heute keinen Vorwurf machen. Im Pokal zählt hätte, wenn und aber nicht, wir haben 0:1 verloren und sind ausgeschieden. Natürlich hätten wir den Einzug ins Halbfinale gerne geschafft.“ Die Darbietung stimme ihn insgesamt positiv, es mache ihn unheimlich stolz, „mit welcher Leidenschaft das Team gespielt hat“, so der Ex-Paulianer weiter.
Büskens: „Spiel des Lebens“
Fürth-Trainer Mike Büskens zollt seinem Team Respekt: „Die 90 Minuten waren sehr nervenaufreibend, aber wir haben alles reingeschmissen, was nur ging. In der zweiten Halbzeit kann ich mich an keine Chance der Hoffenheimer erinnern. Von daher, allergrößten Respekt an meine Mannschaft. Wir sind einfach stolz und glücklich. Für die Jungs war es das Spiel des Lebens. Mit welcher Leidenschaft das Team gespielt hat, macht mich unheimlich stolz“, drückt Büskens seine Freude aus.
Beck stellt sich hinter Stanislawski
Der zuletzt insbesondere von Mäzen Dietmar Hopp kritisierte Stanislawski genießt in der Mannschaft anscheinend weiterhin Vertrauen. Hopp hatte die Arbeit „Stanis" harsch kritisiert, die 1899-Fans feierten ihren Trainer vor Spielbeginn und machten deutlich, auf wessen Seite sie stehen.
Auch Kapitän Andreas Beck stärkte seinem Trainer trotz der Niederlage den Rücken, die Mannschaft stehe „hinter dem Trainer. Wir gehen gemeinsam durch dick und dünn und wollten ihm und uns den Sieg schenken. Ich bin enttäuscht, dass es nicht geklappt hat“, bricht Beck nach Abpfiff eine Lanze für den umstrittenen Übungsleiter.
Compper zeigt Einsicht
Knackpunkt des Spiels war wohl der Platzverweise gegen Hoffenheim-Verteidiger Marvin Compper, der etatmäßige Innenverteidiger war nach einem Wischer durch das Gesicht eines Gegenspielers von Schiedsrichter Marco Fritz des Feldes verwiesen worden.
Compper selbst ist einsichtig, bemängelt aber die ungleiche Regelauslegung des Unparteiischen, so wurde Compper aus seiner Sicht „von zwei Spielern heftig angegangen“, dann habe er versucht, „den einen Spieler wegzudrücken. Dabei war meine Hand wohl zu hoch, aber ich wollte keinesfalls jemanden schlagen. Ich denke, die Regelauslegung ist dabei klar. Ich ärger mich da selbst am meisten. Trotzdem verstehe ich nicht, wie mich zwei Spieler attackieren und mehrfach stoßen können und nur ich so hart bestraft werde.“
Eure Meinung: Holger Stanislawski steht in Hoffenheim vor dem Aus, Andi Beck stärkt seinem Trainer nun offiziell dem Rücken. Was glaubt Ihr, wie die Vereinsführung reagiert?
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