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Fortuna und Düsseldorf bestehen die Generalprobe gegen Borussia Dortmund
Was am Dienstag am Rhein los war, soll ab dem Sommer zum Regelfall werden: Ein starkes Spiel gegen einen der Großen aus Fußball-Deutschland. Düsseldorf will die Bundesliga.
Von Daniel Buse
Düsseldorf. „Wir steigen wieder auf. Und schalten Dortmund aus. Die Fortuna ist wieder da!“, war das am häufigsten gesungene Lied in der ESPRIT arena. Fortuna Düsseldorf bemühte sich am Dienstag im DFB-Pokal um die Sensation gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund – und musste sich erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Dass in der Stadt am Rhein etwas Starkes entstanden ist und weiter entstehen kann, hatte der Abend bewiesen. Denn das Pokalspiel war irgendwie ein Test, eine Generalprobe für die Aufgaben, die vielleicht ab dem Sommer anstehen.
Große Begeisterung
Als aktueller Herbstmeister der Zweiten Liga ist die Fortuna der große Favorit auf die erste Bundesliga-Rückkehr seit dem Jahr 1997, auch wenn vier Konkurrenten noch dicht an den Düsseldorfern dran sind. Einer der Trümpfe der Mannschaft von Trainer Norbert Meier ist dabei die Heimstärke: In der Arena, die mit 54000 Fans ausverkauft war, ist es für viele Teams schwer zu bestehen. Die Lautstärke in der Fast-Halle ist enorm, die Begeisterung auf den Rängen, auf denen es mehr Rastazöpfe als Pelzmäntel zu sehen gibt, ebenso. Rollt der Ball mit zwei gelungenen Pässen über die Mittellinie, stehen sofort Hunderte von Fans auf, um das Tor nicht zu verpassen. Dieses Tor fiel in den 120 Minuten gegen die Borussia nicht, doch die Stimmung war auch nach dem Ausscheiden keineswegs schlecht.
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Auf die große Bühne?
Es ist der spezielle Charme mit Punkrock-Songs in der Halbzeitpause, der der Bundesliga in Abwesenheit des FC St. Pauli durchaus gut tun würde. Vor zehn Jahren fiel die Entscheidung, ein neues Stadion in Düsseldorf zu bauen. Zu diesem Zeitpunkt spielte die Fortuna nur in der Oberliga – doch im Sommer könnte die Bühne endlich auch zu den aufgeführten Stücken passen. „Ich denke, die Fortuna ist erstligareif“, sagte Dortmunds Nationalspieler Mats Hummels nach seinem ersten Rendezvous mit Düsseldorf und der Fortuna gegenüber Goal.com.

Szenen und Möglichkeiten
Natürlich bekam der Zweitligist in der Anfangsphase Probleme mit dem Meister, doch nach dem Platzverweis für Dortmunds Patrick Owomoyela hatte die Fortuna ihre Szenen und Möglichkeiten. „Wir setzen darauf, dass Fortuna nicht weiß, was es heißt, gegen uns zu spielen“, hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp vor dem Spiel gesagt. Nach dem Abpfiff waren die Spieler und die Fans um diese Erfahrung reicher. Und sie werden sich jetzt noch stärker nach dem Wiederaufstieg nach 15 Jahren sehnen. Den Segen des Meisters für den Sprung in die Bundesliga haben die Fortunen jedenfalls: „Ich rechne im Moment damit, dass wir nächstes Jahr noch mal gegen sie spielen werden“, sagte Mats Hummels hinterher lächelnd.
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