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Spielbericht DFB-Pokal: Werder Bremen – 1899 Hoffenheim
In einer von Werder Bremen dominierten Partie schlugen die Hanseaten die Gastmannschaft aus Hoffenheim mit 2:1 und setzen damit die am letzten Bundesligaspieltag gegen Berlin gestartete Erfolgsserie fort. Der Sieg im Viertelfinalspiel des DFB-Pokals war trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs der Hoffenheimer für Werder nie in Gefahr.
Von Dirian EL AMINE
Bremen. Weder bei Werder Bremen noch bei 1899 Hoffenheim herrschte in letzter Zeit Hochstimmung. Vielmehr hat sich die Atmosphäre in den Vereinen seit Dezember immer mehr den bitterkalten Temperaturen angepasst. Nach den Siegen beider Teams gegen Abstiegskandidaten in der Bundesliga ist beiderorts Hoffnung aufgeflammt. Die sportliche Zukunft der Klubs wurde womöglich bereits heute, beim Aufeinandertreffen im DFB-Pokal-Viertelfinale entscheidend vorangetrieben, denn Werder schaffte beim 2:1-Sieg über Hoffenheim die Fortsetzung der gegen Berlin begonnenen Trendwende.
PERSONAL & TAKTIK
Die Gäste aus Hoffenheim wurden im Vorfeld der Partie vom Verletzungspech regelrecht verfolgt, neben den Stammverteidigern Andreas Beck und Josip Simunic musste man auch auf die verletzten Stümer Demba Ba und Chinedu Obasi verzichten. Im 4-4-2-System agierte Hoffenheim mit vertauschten Rollen in der Hintermannschaft. Eichner verteidigte links, Ibertsberger ersetzte Beck auf der rechten Seite. Werder Bremen dagegen konnte auf das Stammpersonal bauen und spielte im 4-5-1-System mit Pizarro als einziger Spitze. Der Peruaner konnte aber durch die drei offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler Hunt, Özil und Marin schulmäßig unterstützt werden.
SPIELVERLAUF 1. Hälfte
Bremen war von der ersten Minute an im Spielaufbau dominierend und bemühte sich, den Hoffenheimern früh zu demonstrieren, wer Herr im Hause ist. Die drückende Werderaner Überlegenheit äußerte sich zuerst in regelmäßigen Vorstößen, zum Abschluss kamen die Bremer anfangs jedoch nicht, da Hoffenheim tief stand und keine Anstalten machte, Werder Räume zuzugestehen. Nach einem Foul des Hoffenheimers Luiz Gustavo netzte Bremens Abwehrhüne Naldo den fälligen Freistoß technisch fein in die Maschen von Hildebrands Tor. Der Hoffenheimer Schlussmann hatte gegen den kunstvoll gezirkelten Ball keine Chance. Auf den Jubel der Bremer Fans allerdings folgte endlich die Hoffenheimer Trotzreaktion. Das Mittelfeld der Gäste zeigte sich immer wieder bemüht. Nach einem Freistoß von der linken Seite scheiterte Kapitän Nilsson mit seinem Kopfball nur knapp. Nach der gelben Karte für Hoffenheims soliden Vorsah in der 40.Minute war das Spiel weiter spannend und umtriebig, Hoffenheim drängte auf den Ausgleich
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Bremen knüpfte nach der Pause an die Leistung im ersten Durchgang an, vor allem Marin versetzte die Defensive der Hoffenheimer mit seinen Solos des Öfteren in Verlegenheit. Doch auch Hoffenheim hatte Chancen, die aber weitaus weniger zwingend waren als die der Gegner. Zum Duell des Spiels mutierten immer mehr die häufigen Zweikämpfe zwischen Werders Fritz und Hoffenheims Flügelspieler Vukcevic. In der 71. Spielminute wurde der Hoffenheimer, dem eine gelbe Karte drohte durch Prince Tagoe ersetzt. Nach nur 89 Sekunden köpfte der Joker nach einer maßgeschneiderten Eichner-Flanke zum wichtigen Ausgleich. Das Spiel schien für einen kurzen Moment völlig offen, bevor der für Özil eingewechselte Almeida mit einem strammen Schuss in der 76. Minute den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. Danach fiel, bis auf Eduardos rotwürdigen Schubser gegen Marin, der nur mit Gelb bestraft wurde, ein Aufbäumen der Hoffenheimer aus.
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN
Naldos Freistoß war die Szene, die für eine Vorentscheidung des Spiels sorgte und die Überlegenheit der Bremer in Tore ummünzte. Nach dem Ausgleich durch Tagoe wackelte Bremen nicht, sondern spielte weiter dominierend. Almeida und Pizarro erarbeiteten nicht nur in Koproduktion das Siegtor, sondern spielten auch in der Schlussphase noch zahlreiche Möglichkeiten heraus.
SPIELER DES SPIELS: NALDO
Mit seinem Freistoß-Hammer sorgte der Brasilianer für ein Ausrufezeichen und unterstrich die Ambitionen der Bremer auf eine Pokalverteidigung. Defensiv trat der Innenverteidiger restlos zufriedenstellend auf.
SCHIEDSRICHTER: Peter Sippel – Note: 7
Gut in der Zweikampfbewertung, auch die Abseitsentscheidungen waren allesamt richtig. In einer insgesamt einfach zu leitenden Partie behielt der Unparteiische stets die Oberhand, bestrafte Vorsah in der 40. Minute allerdings etwas überzogen mit Gelb. In der etwas hektischeren zweiten Halbzeit lag er mit seinen persönlichen Strafen richtig, hätte Eduardo wegen seines Schubsers gegen Marin in der 78. Minute auch vom Feld schicken können.
SPIELNOTE: 8
Ein munteres Pokalspiel, in dem bei beiden Teams von einer Krise wenig zu spüren war. Werder und Hoffenheim lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.
STATISTIK
Die Joker Almeida und Tagoe trafen, die Top-Torjäger gingen leer aus. Dennoch findet sich Bremens Claudio Pizarro derzeit im Castrol-Index meilenweit vor Vedad Ibisevis. Pizarro ist mit 754 Punkten viertbester Stürmer in der Bundesliga (Stand: 12/09). Insgesamt rutschte der Peruaner nur wegen einer Verletzung im Ranking von Position 11 auf 40. Gut möglich, dass es bald wieder bergauf geht. Im Viertelfinale war Pizarro jedenfalls der Wegbereiter für das alles entscheidende 2:1 und verdiente sich so einen Scorerpunkt.
FAZIT
Bremen gewinnt völlig verdient gegen eine Hoffenheimer Mannschaft, die kämpferische Tugenden zuweilen vermissen ließ und der das Verletzungspech einen Strich durch die Rechnung machte. Vor allem Andreas Beck wurde schmerzlichst vermisst. Während Bremen jetzt aufatmen kann, wird es für Hoffenheim nach dem Pokalaus noch eine richtige Herausforderung, den eigenen Ansprüchen doch noch gerecht zu werden.
PERSONAL & TAKTIK
Die Gäste aus Hoffenheim wurden im Vorfeld der Partie vom Verletzungspech regelrecht verfolgt, neben den Stammverteidigern Andreas Beck und Josip Simunic musste man auch auf die verletzten Stümer Demba Ba und Chinedu Obasi verzichten. Im 4-4-2-System agierte Hoffenheim mit vertauschten Rollen in der Hintermannschaft. Eichner verteidigte links, Ibertsberger ersetzte Beck auf der rechten Seite. Werder Bremen dagegen konnte auf das Stammpersonal bauen und spielte im 4-5-1-System mit Pizarro als einziger Spitze. Der Peruaner konnte aber durch die drei offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler Hunt, Özil und Marin schulmäßig unterstützt werden.
SPIELVERLAUF 1. Hälfte
Bremen war von der ersten Minute an im Spielaufbau dominierend und bemühte sich, den Hoffenheimern früh zu demonstrieren, wer Herr im Hause ist. Die drückende Werderaner Überlegenheit äußerte sich zuerst in regelmäßigen Vorstößen, zum Abschluss kamen die Bremer anfangs jedoch nicht, da Hoffenheim tief stand und keine Anstalten machte, Werder Räume zuzugestehen. Nach einem Foul des Hoffenheimers Luiz Gustavo netzte Bremens Abwehrhüne Naldo den fälligen Freistoß technisch fein in die Maschen von Hildebrands Tor. Der Hoffenheimer Schlussmann hatte gegen den kunstvoll gezirkelten Ball keine Chance. Auf den Jubel der Bremer Fans allerdings folgte endlich die Hoffenheimer Trotzreaktion. Das Mittelfeld der Gäste zeigte sich immer wieder bemüht. Nach einem Freistoß von der linken Seite scheiterte Kapitän Nilsson mit seinem Kopfball nur knapp. Nach der gelben Karte für Hoffenheims soliden Vorsah in der 40.Minute war das Spiel weiter spannend und umtriebig, Hoffenheim drängte auf den Ausgleich
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Bremen knüpfte nach der Pause an die Leistung im ersten Durchgang an, vor allem Marin versetzte die Defensive der Hoffenheimer mit seinen Solos des Öfteren in Verlegenheit. Doch auch Hoffenheim hatte Chancen, die aber weitaus weniger zwingend waren als die der Gegner. Zum Duell des Spiels mutierten immer mehr die häufigen Zweikämpfe zwischen Werders Fritz und Hoffenheims Flügelspieler Vukcevic. In der 71. Spielminute wurde der Hoffenheimer, dem eine gelbe Karte drohte durch Prince Tagoe ersetzt. Nach nur 89 Sekunden köpfte der Joker nach einer maßgeschneiderten Eichner-Flanke zum wichtigen Ausgleich. Das Spiel schien für einen kurzen Moment völlig offen, bevor der für Özil eingewechselte Almeida mit einem strammen Schuss in der 76. Minute den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. Danach fiel, bis auf Eduardos rotwürdigen Schubser gegen Marin, der nur mit Gelb bestraft wurde, ein Aufbäumen der Hoffenheimer aus.
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN
Naldos Freistoß war die Szene, die für eine Vorentscheidung des Spiels sorgte und die Überlegenheit der Bremer in Tore ummünzte. Nach dem Ausgleich durch Tagoe wackelte Bremen nicht, sondern spielte weiter dominierend. Almeida und Pizarro erarbeiteten nicht nur in Koproduktion das Siegtor, sondern spielten auch in der Schlussphase noch zahlreiche Möglichkeiten heraus.
SPIELER DES SPIELS: NALDO
Mit seinem Freistoß-Hammer sorgte der Brasilianer für ein Ausrufezeichen und unterstrich die Ambitionen der Bremer auf eine Pokalverteidigung. Defensiv trat der Innenverteidiger restlos zufriedenstellend auf.
SCHIEDSRICHTER: Peter Sippel – Note: 7
Gut in der Zweikampfbewertung, auch die Abseitsentscheidungen waren allesamt richtig. In einer insgesamt einfach zu leitenden Partie behielt der Unparteiische stets die Oberhand, bestrafte Vorsah in der 40. Minute allerdings etwas überzogen mit Gelb. In der etwas hektischeren zweiten Halbzeit lag er mit seinen persönlichen Strafen richtig, hätte Eduardo wegen seines Schubsers gegen Marin in der 78. Minute auch vom Feld schicken können.
SPIELNOTE: 8
Ein munteres Pokalspiel, in dem bei beiden Teams von einer Krise wenig zu spüren war. Werder und Hoffenheim lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.
STATISTIK
Die Joker Almeida und Tagoe trafen, die Top-Torjäger gingen leer aus. Dennoch findet sich Bremens Claudio Pizarro derzeit im Castrol-Index meilenweit vor Vedad Ibisevis. Pizarro ist mit 754 Punkten viertbester Stürmer in der Bundesliga (Stand: 12/09). Insgesamt rutschte der Peruaner nur wegen einer Verletzung im Ranking von Position 11 auf 40. Gut möglich, dass es bald wieder bergauf geht. Im Viertelfinale war Pizarro jedenfalls der Wegbereiter für das alles entscheidende 2:1 und verdiente sich so einen Scorerpunkt.
FAZIT
Bremen gewinnt völlig verdient gegen eine Hoffenheimer Mannschaft, die kämpferische Tugenden zuweilen vermissen ließ und der das Verletzungspech einen Strich durch die Rechnung machte. Vor allem Andreas Beck wurde schmerzlichst vermisst. Während Bremen jetzt aufatmen kann, wird es für Hoffenheim nach dem Pokalaus noch eine richtige Herausforderung, den eigenen Ansprüchen doch noch gerecht zu werden.
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