Spielbericht DFB-Pokal: FC Augsburg - MSV Duisburg

Der Pokal schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze. In diesem Jahr sorgt der FC Augsburg dafür, dass dieses Sprichtwort gepflegt wird. Der Zweitligist steht nach einer eindrucksvollen Vorstellung in der Runde der letzten 16 bereits im Viertelfinale und träumt bereits von Berlin.

Bundesliga: Jos Luhukay wird Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach (AFP)
Von Ramon RAM

Augsburg. Gegen den MSV Duisburg ließ der FC Augsburg nichts anbrennen und kam zu einem völlig verdienten 5:0. Überragender Mann bei den Hausherren war Sandor Torghelle.

PERSONAL & TAKTIK

Der FC Augsburg trat in der fast erwarteten Aufstellung an, Jos Luhukay ließ an vordester Front Sandor Torghelle und Michael Thurk stürmen. Ansonsten setzte der Niederländer auf eine kompakte 4-4-2-Formation, wobei Ndjeng und Traore über die Seiten Druck machen sollten.

Im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen wollte Peter Neururer mit einer offensiven Ausrichtung die Augsburger überraschen. Anis Ben-Hatira, Sören Larsen und Caiuby sollten im Dreier-Sturm die Abwehr durcheinander wirbeln.

SPIELVERLAUF: 1. HÄLFTE

Die Favoritenrolle lag schon vor Spielbeginn bei den Augsburgern und das bestätigten sie im Verlauf des Spiels auch eindrucksvoll. Nach verhaltenem Beginn wurde der Hausherr immer besser und kam in der 14. Minute auch wenig überraschend zur ersten großen Chance, doch Sandro Torghelle scheiterte alleine vor Tom Starke.

In der Folge wurde das Übergewicht immer deutlicher, bis zum ersten Tor dauerte es allerdings 45 Minuten – ausgerechnet ein Eigentor brachte die Augsburger auf die Siegerstraße. Einen Freistoß köpfte Torghelle an den Pfosten, via Larsen-Schienbein landete der Ball aber dennoch im Tor.

SPIELVERLAUF: 2. HÄLFTE

So wie die erste Halbzeit geendet hatte, begann auch die zweite: Mit einem Tor. Und wieder ist Sandro Torghelle beteiligt: Der Ungar setzte sich auf rechts durch, bediente Thurk zentimetergenau und der Angreifer zimmerte den Ball zur 2:0-Führung ins Netz. Spätestens als Caiuby nur fünf Minuten später vom Platz flog, war hier alles entschieden.

Der Brasilianer attackierte Stefan Buck übermotivierte und sah für das brutale Einsteigen zu Recht die Rote Karte. Nur noch zehn Duisburger waren für die befreit aufspielenden Gastgeber ein gefundenes Fressen. Uwe Möhrle mit dem Fuß nach einer Ecke (55.), der bärenstarke Sandor Torghelle (74.) und Marcel Ndjeng (76.) sorgten schlussendlich für den völlig verdienten 5:0-Erfolg über den MSV.

SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN

Das 1:0 durch das Eigentor von Sören Larsen brachte die Gastgeber so richtig in Schwung und wenig später legte Thurk sogar nach. Als er nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff die Vorentscheidung besorgte, war fast alles klar. Erst recht als Caiuby mit Rot vom Platz flog - die dritte Schlüsselszene des Spiels, doch im Grunde war da alles schon gelaufen. Neben Michael Thurk verdiente sich heute auch Sandor Torghelle ein Sonderlob, der an den ersten beiden Toren maßgeblich beteiligt war.

SPIELER DES SPIELS: Sandor Torghelle

Mann des Abends war Sandor Torghelle. Der 27-Jährige trieb sein Team unermüdlcih an und war mit seinem Treffer zum 4:0 (Linksschuss, 74. Minute) sowie zwei weiteren Assists der überragende Mann auf dem Platz.

SCHIEDSRICHTER – Note: 7

Knut Kircher hatte die Partie zu jedem Zeitpunkt im Griff. Auch bei der Roten Karte gegen Caiuby lag der Schiedsrichter richtig

Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).


SPIELNOTE: 7

Die Fans der Hausherren kamen in Augsburg völlig auf ihre Kosten, für die Anhänger der Duisburger war es hingegen ein bitterer Abend. Alles in Allem bot das Spiel aber viel und hatte fast alles, was ein Pokalfight zu bieten haben muss – außer einem ebenbürtigen Gegner!

FAZIT

Der FC Augsburg steht nach einer bärenstarken Leistung völlig verdient im Viertelfinale des DFB-Pokals und darf damit weiter von Berlin träumen.

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