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Spielbericht DFB-Pokal: Eintracht Trier – 1. FC Köln
Im Achtelfinale des DFB-Pokals ließ der Bundesligist aus der Domstadt den Trierern keine Chance und besiegelte das Aus des Pokalschrecks. Trainer Soldo zeigte mit vier Stürmern in der Startelf sofort, wohin der Weg heute gehen sollte.
Von Christoph VOGEL
Trier. Der 1. FC Köln verhinderte die nächste Pokalsensation von Eintracht Trier und besiegte den Underdog im heimischen Moselstadion mit 0:3 (0:2). Früh stellte der Bundesligist die Weichen auf Sieg, Maniche setzte kurz nach dem Seitenwechsel den Knockout-Schlag an.
PERSONAL & TAKTIK
Die Trierer wollten mit einem 4-5-1 dem Favoriten ein Bein stellen: Die einzige Spitze vor dem ehemaligen Bundesligaspieler Sahr Senesie bildete Wilko Risser. Die Kölner liefen mit dem 4-4-2 und der Elf von der Partie in Gladbach auf. Die einzige Änderung: Sebastian Freis stand in der Startelf, sodass Trainer Soldo mit Novakovic, Podolski, Ishiaku und jenem Freis alle vier Stürmer aufbot.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
In der Anfangsphase erspielte sich der FC schnell ein leichtes Übergewicht, doch die Trierer versteckten sich nicht. Während die Gäste durch den lauffreudigen Podolski die Lücken in der gegnerischen Abwehr suchten, ging Trier mit Pressing im Mittelfeld früh auf den Mann. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis der Bundesligist in Führung ging: Über Maniche landete der Ball nach einer Podolski-Ecke bei Brecko, der ihn in den Sechszehner brachte. Der Außenverteidiger fand dort Novakovic, der aus kurzer Distanz einen Aufsetzer zum 0:1 einlochte (26.).
Nur wenig später erhöhte Köln sogar: Nach einer weiteren Ecke durch Podolski brachte Freis den Ball dicht an den Kasten von Kronholm. Dort stand Mohamad mustergültig und nickte aus 2 Metern ein (29.). Die Trierer wirkten geschockt, sodass Köln alles im Griff hatte und die Hausherren nicht ins Spiel kommen ließen. Mario Basler reagierte ungewöhnlich und tätigte schon in der 37. Minute einen Doppelwechsel. Der brachte zunächst aber nichts ein, sodass es völlig verdient mit 0:2 in die Kabinen ging.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Auch die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: Maniche knallte das Leder nach einer Vorlage von Freis an die Querlatte (47.). Fünf Minuten später zappelte es dann doch im Netz: Novakovic war dieses Mal der Vorbereiter für Maniche, der Kronholm keine Chance ließ, da mit Cinar der eigene Mann noch entscheidend abfälschte (53.). Baslers Mannschaft war nach einer Stunde quasi K.O. und Köln ließ das Tempo ein wenig schleifen, ohne jedoch fahrlässig zu agieren.
Köln ließ den Ball auch in der eigenen Defensive laufen und zeigte lange Ballstaffetten. Kräfteschonen war angesagt, wobei die Trierer dankbare Zuschauer waren und sich als gastfreundliche Hausherren erwiesen. Kronholm war der beste Mann bei den Trierern und musste in der Schlussphase zweimal gegen den starken Novakovic klären. Sahr Senesie blieb hingegen als bester Ligatorschütze völlig blass. Das Spiel trudelte dem Abpfiff entgegen, da auch Trier nicht mehr viele Kräfte investierte. So stand am Ende die erste Viertelfinal-Teilnahme der Domstädter seit sieben Jahren fest.
SCHLÜSSELSPIELER
Maniche und Novakovic hätten das Ergebnis noch höher gestalten können, aber der Slowene und der Portugiese waren auch so die besten Männer auf dem Feld.
SCHLÜSSELSZENE
Mohamad legte kurz nach dem 0:1 nach und ließ mit seinem Treffer die Trierer gar nicht erst einen Pokalfight beginnen.
SPIELER DES SPIELS: Zvonimir Soldo
Der Trainer der Geißböcke zeigte Mut mit der Aufstellung von vier Nominellen Stürmern, machte damit aber alles richtig.
SPIELNOTE: 6
Es war eine durchschnittlich aufregende Pokalpartie, in dem der Bundesligist alles im Griff hatte und früh die Spannung rausließ.
Anmerkung: Die Notenskala reicht von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
STATISTIK
Anstoß: 27. Oktober um 19 Uhr
Stadion: Moselstadion, Trier
Zuschauer: ca. 10.800
Schiedsrichter: Marco Fritz
Tore: 0:1 Novakovic (25.), 0:2 Mohamad (29.), 0:3 Maniche (53.)
FAZIT
Ein völlig verdienter Sieg der Kölner, die dem Pokalschreck aus Trier die Grenzen aufzeigten. Die Mannschaft von Mario Basler hatte nie eine Hand am Sieg und musste sich den stark aufspielenden Kölnern geschlagen geben.
Eure Meinung: Was hat der FC Köln anders gemacht als die Mannschaften zuvor, die gegen Trier noch ausscheiden mussten?
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