Roundup: Die DFB-Pokalspiele vom Mittwoch

Viele Tore bekamen die Zuschauer am Dienstagabend im DFB-Pokal zu sehen. Vor allem beim 6:4-Erfolg von Eintracht Frankfurt gegen Aachen zappelte der Ball ungewöhnlich oft im Netz, aber auch in Bremen oder München blieben die Partien bis zum Schlusspfiff völlig offen.

Eintracht bejubelt 4:0-Sieg über Bochum (firo)
(thb) München. Goal.com präsentiert die Mittwoch-Spiele der zweiten Runde im DFB-Pokal im Überblick.

VfL Osnabrück – Hamburger SV 4:2 n.E. (1:0, 3:3)

Die Sensation ist perfekt. Drittligist VfL Osnabrück hat den Hamburger SV aus dem Pokal geschossen.   Osnabrück ging nach einer torlosen ersten Halbzeit durch Niels Hansen (52.) und Benjamin Siegert (67.) mit 2:0. Und beim Hamburger SV ging nicht viel. Doch Mladen Petric hatte was gegen das Ausscheiden der Hanseaten, verkürzte 13 Minuten vor Spielende auf 1:2. Denn Osnabrücker fehlten nur Sekunden zur Sensation, dann führte ein saublödes Handspiel von Schmidt um Elfer für die Hanseaten. Es ging in die Verlängerung. Dort traf Guy Demel zur Hamburger Führung (99.) und alles schien entschieden, da die Gastgeber nach aufopferungsvollem Kampf völlig platt waren. Dann packte Henning Grieneisen den Hammer aus und schoss aus 20 Metern zum Ausgleich ein. Elfmeterschiessen. Dort schafften die Osnabrücker die Sensation, zeigten sich vom Punkt wesentlich sicherer als sie Hamburger, für die Petric den entscheidenden Elfer an den Pfosten setze.

Eintracht Frankfurt – Alemannia Aachen 6:4 (3:1)

Den Frankfurtern gelang in der Commerzbank-Arena vor eigenem Publikum ein wahrer Traumstart. Nicht einmal 60 Sekunden waren gespielt, da brachte Caio (1.) die Hausherren in Führung und nur weitere vier Minuten später wurde bereits ein zweites Mal gejubelt. Nach Vorarbeit von Vasoki traf Liberopoulos per Kopf zum 2:0. Die Partie entwickelte ein hohes Tempo und bekam durch den Anschlusstreffer der Gäste zusätzlich Spannung. Ein unglückliches Eigentor von Gueye (23.) bedeutete das 1:2. Aachen drängte infolge auf den Ausgleich, kurz vor dem Pausenpfiff zappelte der Ball aber wieder im eigenen Netz. Diesmal war es Szukala (45.), der den Ball ins eigene Tor spielte. Auch die zweite Hälfte begann für die Gastgeber ideal, denn Liberopoulos (50.) und Meier (53.) erhöhten auf den stolzen Zwischenstand von 5:1. Ein komfortabler Vorsprung, den Aachen aber dennoch ins Wackeln brachte, denn Auer (65., 72.) und Gueye (87.) verkürzten auf 4:5. Die Hoffnung lebte bis zum Schluss, dann brachte Teber (89.) per Foulelfmeter den Sieg aber endlich unter Dach und Fach.

FC Augsburg – SC Freiburg 1:0 (0:0)


Die erste Halbzeit in der Impuls-Arena verlief weitgehend  unspektakulär, lediglich in der Schlussphase zogen die Gäste das Tempo etwas an. Taktik prägte das Spiel und das nicht nur in den ersten 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel zeigten beide Teams etwas mehr Mut zur Offensive und für die Gastgeber machte sich das schlussendlich bezahlt. Nach Zuspiel vom Traore erzielte Brinkmann (63.) einen sehenswerten Siegestreffer für den Zweitligisten.

Werder Bremen – St. Pauli 2:1 (1:0)


Im Top-Spiel des Abends war Werder Bremen in der ersten Halbzeit das klar bessere Team und so ging der Führungstreffer von Hunt (29.) nach knapp einer halben Stunde mehr als in Ordnung. Die ganz gefährlichen Chancen der Bremer blieben aber in weiterer Folge aus und so erlaubte die Schaaf-Elf, dass die Hamburger die Partie wieder spannend machten. Nach Pfostenschuss von Ebbers war Takyi (75.) zur Stelle und schon war wieder alles völlig offen. Werder war nun unter Druck, schlussendlich setzte sich der Bundesligist aber dennoch durch. Zehn Minuten vor Schluss war es Naldo (82.), der mit seinem Kopfball die Bremer in die nächste Runde schoss.

1. FC Köln – VfL Wolfsburg 3:2 (2:0)

Was für ein Pokal-Fight in Köln. Der FC führte nach einer tollen ersten Halbzeit durch einen Doppelpack von Ishiaku mit 2:0 (22., 32.). Doch der VfL Wolfsburg wäre kein Deutscher Meister, wenn sie den Kampf im zweiten Durchgang nicht angenommen hätten. Und das taten sie. Edin Dzeko verkürzte nur neun Minuten nach dem Wechsel auf 1.2 (54.). Verrückt: Freis schloss einen tollen Konter, eingeleitet von Podolski, zum 3:1 ab (65.). Doch schon im Gegenzug verkürzte Riether auf 2:3. Was folgte war ein Sturmlauf der Wölfe und Dzeko hatte gleich dreimal den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Mondragon oder an seinem eigenen Unvermögen.

1. FC Kaiserslautern – Bayer Leverkusen 2:1 (1:0)

Gastgeber 1. FC Kaiserslautern startete nach den jüngsten Erfolgen in der 2. Bundesliga mit breiter Brust und setzte die Gäste aus Leverkusen von Beginn an extrem unter Druck. Folgerichtig traf Sidney Sam zur frühen Führung für die Pfälzer (12.). Damit ging es in die Kabinen, aus denen erneut der FCK schwungvoller kam und durch den wieder genesenen Jendrisek zum 2:0 (62.) traf. Jetzt wachte Bayer Leverkusen auf, doch mehr als der Anschlusstreffer von Gekas (86.) sprang nicht heraus.

VfB Lübeck – VfB Stuttgart 1:3 n.V. (1:0, 1:1)

 

Uff. Der VfB Stuttgart hat eine ganz dicke Blamage noch mal abwenden können. Nach dem frühen Rückstand durch Lübecks Bastian Henning dauerte es bis zur 77. Minute bis Julian Schieber für die enttäuschenden Schwaben zum Ausgleich traf. In der Verlängerung fehlten den Gastgebern sichtlich die Kräfte und der VfB machte durch Khedira (109.) und Cacau (117.) alles klar.



Eure Meinung: Welche Teams haben für die größten Überraschungen gesorgt?



 
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