Man of the Match: Rafinha

Wer behauptet, dass eine Mannschaft durchweg brave Spieler in ihren Reihen benötigt, darf sich getäuscht sehen. Denn jedes erfolgreiche Team muss auch Spieler haben, die bereit sind, für gute Spiele alles zu tun. Spieler, die eben in der 89. Minute nochmal zu einem langen Sprint ansetzen und den letzten Zweikampf erst in der Nachspielzeit bestreiten. Spieler, die den Gegner einschüchtern und der eigenen Truppe Sicherheit verleihen. Rundum: Spieler wie Rafinha vom FC Schalke 04!

Rafinha, Schalke 04

(dw) Bochum. Letztlich verlor der VfL Bochum gegen den FC Schalke 04 sicherlich nicht, weil es an Einsatz oder Kampf mangelte. Vielmehr fehlte es der Mannschaft an Kickern, die den Kampf mit der spielerischen Note zu verbinden wissen. Solche Akteure hatte nur der FC Schalke 04 in seinen Reihen. Allen voran ging an diesem Abend der sehr agile und insgesamt zufriedenstellende Rafinha in der Viererkette der „Königsblauen“.

Einleitung vor dem 2:0

So war er wie gewohnt ein antreibender Pol im Offensivspiel der Schalker. Sein Trainer Felix Magath hat ebenso wie sein Manager Felix Magath schon vor der Saison erkannt, dass man diesen Spieler nicht gehen lassen kann. Vor allem auch aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten in der Offensive. So leitete er den Treffer zum 2:0 einwandfrei ein. Es war das spielerisch beste Tor des Abends und Rafinha fand mit seinem Zuspiel den dann sehr guten Jefferson Farfan. Aber nicht nur wegen dieser einen Aktion hat er sich den Titel als „Man of the Match“ verdient. Denn ein Rafinha gibt alles und das über 90 Minuten.

Souverän und ganz erfahren

So war er auch in seinen Zweikämpfen wieder eine souveräne Kraft. In der Defensive gewann er nahezu alle und auch im Gang nach vorne ließ er sich den Ball nicht allzu leicht vom Fuß nehmen. Außerdem hatte er für einen Verteidiger tolle Werte, den Ballbesitz betreffend. So berührte er das Leder in diesem Spiel 70 Mal. Zum Vergleich: Christoph Dabrowski im zentralen Mittelfeld hatte beim VfL Bochum nur 46 Begegnungen mit dem Spielgerät. Rafinha brachte zudem starke 85 Prozent seiner Zuspiele bei einem Mitspieler unter. Dieser Wert verblüfft vor allem, wenn man bedenkt, dass er ganz oft sehr lange Bälle spielte.

Und auch wenn der Kicker in den letzten Wochen und Monaten nicht immer nur durch positive Schlagzeilen in den Medien zu finden war, und sich unter dem neuen Trainer Felix Magath früh als Sorgenkind entpuppte, so kann er doch all diese schlechten Aspekte nun durch Leistung wieder kompensieren. Er ist der stille Bad-Boy auf Schalke. Eben ein Spieler, wie ihn jede erfolgreiche Mannschaft benötigt...

Eure Meinung: Wer war Euer „Man of the Match“?



 
Goal.com-Flutlicht
  1. Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde

    EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.

  2. EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“ EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“

    EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.

  3. Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM

    Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.

  4. Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de! Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!

    Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde