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Baslers große Stunde
Die Eintracht aus Trier bescheerte am heutigen Nachmittag seinem Trainer den größten Erfolg als Trainer.
Von Christoph VOGEL
Es war eine weitesgehend langweilige erste Pokalrunde – denn die Favoriten gaben sich zu Lasten der Underdogs zumeist keine Blöße. Drei Heimsiege gab es am Ende allerdings dennoch zu verbuchen: Der VfB Lübeck stoppte jegliche Aufstiegseuphorie des FSV Mainz 05, VfL Osnabrück schlug Hansa Rostock und heute schickte Eintracht Trier den Bundesligisten Hannover 96 mit 3:1 nach Hause. Für einen war es eine besonders große Genugtuung: Triers Trainer Mario Basler.
Hannover Paroli geboten
Am Tag zuvor hatte Basler noch seinen Kickern frei gegeben, damit sie sich zu Hause bei Frau und Freundin „vorbereiten“ können, doch in der Halbzeitpause war der ehemalige Münchener alles andere als fürsorglich: „Super Mario“ faltete seine Männer zusammen, denn er hatte in der ersten Halbzeit nur wenig Gutes gesehen und forderte nun doppelten Einsatz, um Hannover den Sieg noch zu entreißen. Und tatsächlich spielte die Eintracht in der zweiten Hälfte groß auf und netzte Nationalkeeper Enke noch dreimal ein, Basler war mehr als zufrieden. Bei den Toren riss er beinahe ungläubig die Arme in den Himmel und freute sich seines Berufs.
Größter Erfolg
Für Basler war es längst nicht der erste Einzug in die 2. Pokalrunde, denn schon zweimal gewann er den Cup (1994 mit Bremen und 1998 mit den Bayern). Doch als Trainer ist dieser Sieg über Hannover sein bisher größter Triumph, denn die Stationen bei Jahn Regensburg und bei der TuS Koblenz waren weniger von Erfolg geprägt. Am 8. August steigt dann die Auslosung für die zweite Runde und sollte die Glücksfee die richtigen Kugeln wählen, könnte Basler im direkten Duell mit seinem alten Arbeitgeber für weitere Glücksgefühle beim Regionalligisten sorgen.
Van Gaal und die T-Frage
Bei eben jenen Münchenern ist die Torwartfrage nach dem Patzer von Michael Rensing immer noch nicht aus der Welt. Mit seinem Einsatz in der Startformation gab Van Gaal dem 25-jährigen den Vorzug gegenüber Butt, der nun nach dessen Fehler wieder neue Hoffnung schöpfen könnte. Doch es gibt noch viele weitere Baustellen: Das Team wirkte nicht eingespielt und die Abwehr zeigte Abstimmungsprobleme. Gegen Hoffenheim am 1. Spieltag könnte dann der junge Badstuber anstatt Demichelis in der ersten Elf stehen. Gegen zehn Spieler der SpVgg Neckarelz kassierte die Defensive, unter großer Mithilfe von Rensing, noch einen Gegentreffer und hinterließ viele Fragezeichen.
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