Spielbericht DFB-Pokal: SV Wehen Wiesbaden – VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg hat die Pflichtaufgabe gegen Wehen Wiesbaden locker gemeistert und steht dank eines 4:-1-Erfolgs in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Einmal mehr waren Grafité, Dzeko und Misimovic die überragenden Akteure.

Bundesliga: Wolfsburg - VfB Stuttgart (firo)
(fb) Wiesbaden. War eigentlich Sommerpause? Anscheinend nicht für das Wolfsburger Angriffstrio Grafité/Edin Dzeko/Zvjezdan Misimovic. Die drei wirbelten beim ungefährdeten Pokalerfolg gegen Wehen Wiesbaden, wie sie in der letzten Saison auch in der Bundesliga taten. Eine Woche vor dem Saisonstart in der Liga war beim Meister aber auch noch Luft nach oben.

Personal & Taktik


SVWW-Coach Hans-Werner Moser entschied sich für die mutigere Variante mit zwei Angriffsspitzen. Sie hießen Danko Boskovic und Marcel Ziemer, der früher für den 1. FC Kaiserslautern spielte. In der Abwehr fehlten allerdings mit Kapitän Fabian Schönheim und Benjamin Weigelt zwei Leistungsträger, die bereits in der Bundesliga Erfahrung gesammtelt haben.

Wie erwartet läuft der Deutsche Meister auch unter Armin Veh im bewährten 4-4-2 mit der Mittelfeldraute auf. Personell gab es ebenfalls keine Überraschungen: Neuzugang Karim Ziani spielte rechts im Mittelfeld, in der Abwehr erhielt Jan Simunek den Vorzug vor Alexander Madlung. In der Offensive sollte das Trio Misimovic/Grafité/Dzeko wirbeln.

Spielverlauf 1. Hälfte


Wie erwartet zogen sich die Gastgeber in der Defensive ganz weit zurück, um dem VfL keine Räume für ihr Kombinationsspiel zu gewähren. Wolfsburg kam damit nicht gut zurecht, bestimmte aber dennoch klar das Spielgeschehen. Es wurde allerdings deutlich, dass es noch an Präzision im Passspiel fehlt, denn viele Bälle landeten beim Gegenspieler oder im Niemandsland.

Nach einer knappen halben Stunde platzte schließlich der Knoten: Dzeko setzte Grafité mit einem tollen Pass in Szene und der Brasilianer vollstreckte eiskalt aus 15 Metern (26.). Trotz des Rückstand tat der SVWW nicht merklich mehr für die Offensive. Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin, ehe die „Wölfe“ erneut eiskalt zuschlugen. Dzeko setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und spitzelte das Leder in den Lauf von Zvjezdan Misimovic. Der Spielgestalter umkurvte Torwart Birkenbach und schob zum 0:2-Pausenstand ein (41).

Spielverlauf 2. Hälfte


Der zweite Spielabschnitt begann kurios. Zunächst markierte Dzeko in Mittelstürmer-Manier das 0:3 (51.). Keine sechzig Sekunden später vergab Marcel Ziemer einen Strafstoß für Wehen. Benaglio parierte den schwach geschossenen Versuch des Stürmers und auch dessen Nachschuss. Spätestens jetzt war der Wille des Drittligisten gebrochen. Nach Misimovic' 0:4 (56.) gelang Wehen Wiesbaden durch Steffen Bohl aber doch noch der Ehrentreffer (61.). Wolfsburg schaltete einen Gang zurück, kontrollierte das Spiel und verwaltete das Ergebnis.

Schlüsselspieler


Wenn bei Wehen in der Offensive etwas ging, dann über den schnellen Rechtsaußen Christian Kunert. Auch Torschütze Daniel Ziegenbein hatte einige starke Aktionen. Bei Wolfsburg stachen einmal mehr die Angreifer Grafité, Dzeko und Regisseur Misimovic heraus. Auch Abwehrspieler Jan Simunek spielte stark.

Schlüsselszene

Es hatte fast den Eindruck, als wollten sich die Hausherren Ende des ersten Durchgangs mit dem knappen 0:1-Rückstand in die Pause retten. Doch das feine Zusammenspiel von Dzeko und Misimovic mache Wehen Wiesbaden einen Strich durch die Rechnung und sorgte mit dem 0:2 für die frühe Vorentscheidung (41.). Nach dem 0:3 direkt nach Wiederanpfiff war der Drops endgültig gelutscht.

Spieler des Spiels


Wenn es eines Beweises bedurft hat, dass Edin Dzeko das Theater um einen möglichen Wechsel zum AC Milan verdaut hatte, so wurde der heute erbracht. Der Bosnier war spielfreudig und zweikampfstark. In der ersten Hälfte glänzte er bei beiden Treffern als Vorbereiter, nach der Pause schlug er dann selbst zu.

Schiedsrichter


Deniz Aytekin aus Oberasbach hatte keine Mühe mit der Begegnung. Das Spiel war fair, der Unparteiische brauchte nicht eine gelbe Karte zu zücken.

Spielnote: 6


Nach trägen 25 Minuten zu Beginn kam mit der Wolfsburger Führung mehr Schwung in die Partie. Wie erwartet war Wolfsburg deutlich überlegen und zeigte die eine oder andere gelungene Kombination. Der SVWW wurde erst nach dem 1:4 mutiger und tat mehr für die Offensive.

Statistik

Stadion: Brita-Arena
Zuschauer: 7.500
Tore: 0:1 Grafité (26.), 0:2 Misimovic (41.), 0:3 Dzeko (51.), 0:4 Misimovic (56.), 1:4 Bohl (61.).
Gelbe Karten: keine
Ecken: 3:2


 
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