DFB-Pokal-Underdogs: Concordia Hamburg

Der DFB ist der größte Fußballverband weltweit und beherbergt nicht nur über sechs Millionen Mitglieder, sondern auch über 26.000 Vereine. Einige wenige von ihnen haben sich in den letzten Monaten ein Ticket für die erste Runde des DFB-Pokals erkämpft und erhalten nun zum Saisonanfang die einmalige Chance, Geschichte zu schreiben. Vor dem Spiel ihres Lebens stellt Goal.com die Underdogs mit Kultfaktor einmal näher vor, die den Goliaths aus dem Oberhaus ein Beinchen stellen wollen.

Schmuck: DFB Deutscher Fußball Bund (AFP)
(sh) Hamburg. Die Hoffnungen bei Concordia Hamburg waren vor der Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde 2009/10 groß, denn der Klub aus der Oberliga Hamburg hoffte auf ein attraktives Los. Einen guten Zweit- oder sogar einen Erstligisten hätte man bei Concordia wohl gerne gesehen, doch das Schicksal fiel auf den Erstrundengegner TuS Koblenz. „Schade, so eine Chance kommt nur einmal im Amateurleben. Na gut, dann sind wir jetzt eben Favorit“, erklärte daraufhin Kapitän Thomas Reiher gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Einen erhofften Umzug ans Millerntor wird es mit diesem Gegner nicht geben, stattdessen wird wohl beim SC Victoria gespielt.

1952/53: Der Siegeszug im Pokal

Einen großen Namen hätten sich die Akteure zwar beim SC Concordia gewünscht, doch mit dem Erstrundengegner TuS Koblenz haben die Hamburger immerhin eine größere Chance, mit einer kleinen Sensation den Sprung in die nächste Pokalrunde zu schaffen. Der am 9. Mai 1907 gegründete Klub setzte bereits in der Saison 1952/53 zu einem Siegeszug im DFB-Pokal an. In der ersten Runde wurde Borussia Dortmund mit 4:3 geschlagen, im Achtelfinale folgte das gleiche Ergebnis gegen den VfB Mühlburg. Eine Runde später folgte für Concordia das Aus im Viertelfinale. Damals musste man sich beim SV Waldhof Mannheim mit 1:2 geschlagen geben.

Zwischen Finanzen, Problemen und Fußball

Dieser kleinere Erfolg ist nun schon über ein halbes Jahrhundert vorbei. Bei Concordia Hamburg hat man sich längst damit abgefunden, dass das große Fußballgeschäft nicht in greifbarer Nähe ist. Zuletzt spielte der Klub zwischen 1994 und 1997 in der Regionalliga Nord, doch seitdem müssen sich die Hamburger mit unterklassigen Ligen abfinden. Im Jahr 2000 drohte dem Verein sogar die Vereinsauflösung. Finanzielle Engpässe hätten fast das Aus für Concordia Hamburg bedeutet. Nur vier Jahre später, nachdem sich der Klub wieder gefangen hatte, bot sich den Hamburgern eine große Chance: Als Tabellenführer der Oberliga konnte der Aufstieg in die Regionalliga Nord perfekt gemacht werden, doch diese Chance wurde abgelehnt – Das Stadion hätte umgebaut werden müssen, der nötige Etat war dafür allerdings nicht vorhanden.


 
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