thumbnail Hallo,

"Mal auf den Tisch hauen", das forderte jüngst der Kaiser von Schalke-Trainer Jens Keller. Der wehrte sich nun und erklärt, was ihn und seine Arbeit auszeichnet.

Gelsenkirchen. Nach dem 1:1 gegen den FC Bayern München ist beim FC Schalke 04 vorerst wieder etwas Ruhe eingekehrt. Trainer Jens Keller bekam nun sogar vom Kaiser höchstpersönlich Zuspruch. Die Kritik von Franz Beckenbauer wies der 43-Jährige aber zurück.

"Keine Sorge: Ich haue auf den Tisch. Aber intern!", erklärte der Trainer in der Bild. Über einen Rücktritt habe er indes nie nachgedacht: "Das ist absoluter Blödsinn! Ich bin ein Kämpfer, ich laufe nicht weg. Außerdem gibt es keinen Grund für einen Rücktritt: Das Team zieht mit mir, das hat man gesehen."

Schalke macht sich seine Leistungsträger

Teil seiner Handschrift auf Schalke sei, den Nachwuchskräften Vertrauen zu schenken: "Wir machen unsere Leistungsträger selbst", so Keller: "Bayern und Dortmund geben 40 Millionen Euro für Neue aus. Bei mir sind Meyer, Goretzka, Kolasinac und Ayhan zu A-Nationalspielern gereift. Ich habe die Jungs gebracht, weil sie gut sind."

Die Verletztenmisere bereitet Keller und Schalke auch weiterhin Sorgen. Vorwürfe machte sich der Trainer allerdings nicht: "Natürlich überprüfe ich mich auch selbst, aber keiner ist zu früh wieder eingestiegen. Wir ergreifen viele präventive Maßnahmen und kontrollieren schon im Training ständig die Daten."

Hinsichtlich seines auslaufenden Vertrages gibt sich Keller optimistisch: "Der Verein wird auf mich zukommen - lediglich den exakten Termin haben wir noch nicht besprochen." Die Entscheidung solle allerdings vor dem Sommer fallen. "Die neue Saison muss geplant werden, die Spieler brauchen Sicherheit", erläutert Keller. "Aber ich werde kein Ultimatum stellen."

Dazugehörig