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Jetzt erst recht: Schalke 04 braucht einen starken Julian Draxler

Schlechte Stimmung, gesenkte Köpfe. Schalke 04 geht es nach dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal nicht wirklich gut. Jetzt ist es an der Zeit: Julian Draxler übernehmen Sie!

KOMMENTAR
Von Hassan Talib Haji

Er ist der Mann, der Schalke prägen soll. Der seinen Stempel so fest aufdrücken soll, dass er wahrgenommen wird – und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Weltmeister Julian Draxler muss Königsblau aus dem Tal der Tränen holen.

Solange sind die Treue-Bekundungen in Form von Konterfeis auf den durch das Ruhrgebiet klappernden LKWs ja nicht her. "Mit Stolz und Leidenschaft" stand auf den lebensgroßen Plakaten, mit denen die Vertragsverlängerung bis 2018 gefeiert wurde. Zu sehen: Julian Draxler. Der Youngster der Königsblauen ist jetzt gefragt und muss zurückzahlen.

Wieder mal muss sich der geneigte Fan der Blauen die Wunden lecken. Bei Dynamo Dresden gab es auf die Socken und man flog peinlich aus dem Pokal. Schalke wäre nicht Schalke, wenn es kein Drama gäbe. So ist es seit Jahrzehnten, dieser Klub bewegt die Massen im positiven, aber auch im negativen Sinne.

Gesicht und Leben

Julian Draxler stand dabei nicht in der Startelf. Er wurde von Trainer Jens Keller geschont. Als er beim Stande von 0:2 eingewechselt wurde, bewies er, zu was er fähig sein kann. Er belebte das bis dahin schrecklich einfallslose Spiel, sorgte für die größte Gefahr und leitete den 1:2-Anschlusstreffer ein – der allerdings nicht ausreichte.

Am kommenden Samstag wird der 20-Jährige in der Startelf stehen. Zusammen mit Rückkehrer Benedikt Höwedes, dem Schalker Leitwolf und Kapitän, soll der stimmungsverhagelte Istzustand einem Turnaround weichen. Jens Keller hat sich seine Protagonisten zur Brust genommen, ihnen erklärt, dass es mit solch einer laschen Einstellung nicht geht.

Auch wenn Draxler am blutleeren Auftritt keine Schuld traf: Er muss nun mehr zeigen, als in der Vorsaison. Dort dachte er oft, es ginge von selbst – wie er öffentlich erklärte. Draxler hat ein von Gott gegebenes Talent, doch ohne harte Arbeit funktioniert es nicht. Das ist dem Rechtsfuß mittlerweile bewusst.

Das nährt in der Schalker Anhängerschaft die Hoffnung, dass es einen Draxler zu sehen bekommt, der die LKW-Botschaft auch ins echte Leben und auf den Rasen überträgt. Genau das braucht es jetzt.

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