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Ein Mäzen soll es nicht sein, doch an der Weser zeigt man sich offen für strategische Ivestoren-Modelle, um neue finanzielle Möglichkeiten abzuschöpfen.

Bremen. In der Debatte um eine Neuausrichtung des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen zeigt sich Geschäftsführer Thomas Eichin offen für den Einstieg von Investoren. "Jeder, der gern Geld investieren möchte in ein gutes Produkt, ist bei uns herzlich willkommen", sagte Eichin dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Nun gilt es daran zu arbeiten, sowas geht nicht von heute auf morgen." Er sei froh "über jeden Euro, den wir in die Mannschaft investieren können".

Bremens Vorstandsboss Klaus Filbry konkretisierte die Vorstellungen der Werder-Geschäftsführung in der Kreiszeitung Syke. Während er Modelle mit einem finanzkräftigen Mäzen wie beim Hamburger SV oder 1899 Hoffenheim kritisierte ("Dort wurde signifikanter Einfluss genommen"), kann er sich eine strategische Zusammenarbeit mit größeren Unternehmen nach Vorbild des FC Bayern (adidas, Audi, Allianz) gut vorstellen. "Diese Investoren pflegen ein partnerschaftliches Verhältnis, in dem es für beide Seiten positive Ergebnisse geben soll", sagte Filbry dem Blatt.

Am Mittwochabend hatte sich die Werder-Geschäftsführung mit dem sechsköpfigen Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Willi Lemke getroffen, um über die künftige Finanzpolitik der Grün-Weißen zu debattieren. Laut übereinstimmenden Medienberichten fordert die Geschäftsführung mehr Geld für Neuzugänge. Zuletzt hatte schon Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer öffentlich für den Einstieg eines Investors plädiert.

Eichin: "Verschließen uns nicht"

"Diesen Weg verschließen wir uns ja nicht, nur die Investoren wachsen ja auch nicht auf den Bäumen", sagte Eichin dem SID: "Das muss alles passen, das prüfen wir auch und mit unseren Ideen sind wir sehr offen." Neidisch auf die finanziellen Möglichkeiten der Konkurrenz sei er aber nicht. "Es ist nicht meine Art zu jammern, dass andere bessere Bedingungen haben", sagte der Ex-Profi.

Mit den zurzeit verfügbaren Möglichkeiten mache Werder "einen guten Job". Jeder habe seine "Voraussetzungen, seine Mittel, seine Wege, aber auch seine Philosophien. Wir wollen unsere Philosophie an und für sich nicht groß verändern", sagte Eichin, der sich zurzeit auf der Suche nach einer Verstärkung für die Bremer Offensive befindet. Wunschkandidat ist Torjäger Bryan Ruiz vom FC Fulham. Der 29-Jährige führte das Team Costa Ricas bei der WM bis ins Viertelfinale.

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