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Lewandowskis Rückkehr nach Dortmund: "Ein cooler Typ"

Bayern Münchens neuer Torjäger Robert Lewandowski kehrt beim Supercup erstmals nach Dortmund zurück.

München. Mario Götze musste sich im vergangenen Jahr im Kabinengang warm machen. Er sollte bei seiner Rückkehr nach Dortmund vor der Wut der BVB-Fans geschützt werden. Am Mittwoch (18.00 Uhr / Live-Ticker bei Goal) läuft nun Torjäger Robert Lewandowski beim Supercup erstmals im Trikot von Bayern München an alter Wirkungsstätte auf - ein ähnlicher Hass-Empfang wie bei Götze ist aber nicht zu erwarten.

"Ich gehe davon aus, dass er so aufgenommen wird, wie er gegangen ist", meinte Borussen-Profi Sebastian Kehl. Und Lewandowski war nach vier gelb-schwarzen Jahren mit Applaus verabschiedet worden. Auch BVB-Coach Jürgen Klopp machte bereits deutlich, "dass Robert ein cooler Typ ist, auch wenn er jetzt ein anderes Trikot trägt".

Rot-blau sind seit 1. Juli die Farben des Polen. Und Lewandowski hat in seinen ersten Wochen beim FC Bayern gleich einmal gezeigt, warum sich alle internationalen Topklubs um ihn bemüht hatten. Lewandowski glänzt beim Rekordmeister als Torjäger und präsentiert sich als Stürmer modernster Prägung - so ganz nach dem Geschmack von Trainer Pep Guardiola, aber auch von Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der ihn bereits als "besten Mittelstürmer der Welt" adelte. Sportvorstand Matthias Sammer würdigte den Nationalspieler als "außergewöhnlichen Fußballer mit außergewöhnlichen Fähigkeiten".

"Noch besserer Spieler"

Für den 25 Jahre alten Lewandowski war der ablösefreie Wechsel zum FC Bayern bis 2019 der nächste Schritt in seiner Karriere. Er wolle mit den Münchnern "viele Titel gewinnen, möglichst alle", sagte er. Durch sein letztes Jahr in Dortmund habe er "viel gelernt", ergänzte er in Sport Bild: "Ich bin ein noch besserer Spieler, im Kopf, von der Psyche her."

Eingelebt hat sich Lewandowski in München bereits. Die Stadt gefalle ihm sehr gut, "ich fühle mich wohl". Auch beim FC Bayern. "Mein Gefühl war, dass dieser Verein, diese Mannschaft für mich am besten ist, dass mich der FC Bayern besser machen kann", hatte er schon bei seiner Vorstellung betont. Vergleiche zu Dortmund will er aber nicht ziehen, schon gar nicht irgendetwas Negatives über seinen Ex-Klub sagen. Das ist gegen das Naturell des fairen und ruhigen Sportsmannes.

Vielmehr sieht er im BVB weiterhin einen "gefährlichen" und "ernsten" Kontrahenten: "Sie haben oft gezeigt, dass sie zurückkommen. Sie werden auch jetzt zeigen, dass sie Abgänge kompensieren können."

Nix gegen Feuer in der Partie

Grundsätzlich sieht er die Rivalität der beiden deutschen Spitzenklubs durchaus positiv. Dies gehöre doch zum Fußball dazu. "Wenn es diese Konkurrenz gibt, stichelt man sich gegenseitig an und wird dadurch noch besser", sagte der Stürmer erst in der vergangenen Woche.

Er habe "nichts dagegen, wenn in den Partien Feuer drin ist. Hin und wieder gibt es einen Spruch, ein bisschen Ärger, wir brauchen den Ärger mit dem BVB - aber nach den Partien geben wir uns die Hand und alles ist okay."

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