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Karl-Heinz Rummenigge adelt Bayern-Neuzugang Robert Lewandowski

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern ist überzeugt von der Qualität des ehemaligen BVB-Stürmers. Rummenigge zufolge hat sich der FCB einen echten Topstar der Branche geangelt.

New York. Karl-Heinz Rummenigge hat sich auf der viel diskutierten Marketingtour des FC Bayern durch die USA euphorisch gezeigt, was die Fähigkeiten von Robert Lewandowski angeht. Der Vorstandvorsitzende lobte den ehemaligen Stürmer von Borussia Dortmund in den höchsten Tönen.

Angesprochen auf seine persönlichen ersten Eindrücke vom polnischen Top-Transfer antwortete der 58-Jährige im Interview mit SPOX: "Das ist ein Spieler, der uns gut zu Gesicht steht und ich glaube, er wird viele Tore für den FC Bayern schießen." Zweifel daran, ob der Torschützenkönig der abgelaufenen Bundesliga-Saison seine Qualitäten auch in der Münchener Startruppe zur Geltung bringen wird, erstickte der ehemalige Weltklasse-Angreifer Rummenigge im Keim und konterte: "Ich sage: Robert ist der beste Mittelstürmer der Welt." (Das komplette Spox-Interview gibt es HIER)

Auch mit der bisherigen Integration des 61-fachen Nationalspielers beim deutschen Rekordmeisters ist Rummenigge vollauf zufrieden: "In den ersten Spielen, die er gemacht hat, hat er wunderbar eingeschlagen, er hat viele Tore gemacht." Er frohlockte bereits angesichts der Aussicht auf ein harmonisches Miteinander Lewandowskis mit den hochkarätigen Kollegen von der Säbener Straße. Vielversprechende Ansätze will Europas Fußballer des Jahres 1980 dabei bereits "im Zusammenspiel mit Franck Ribery" ausgemacht haben.

Rummenigge sieht Transferwahnsinn zwiespältig

Zu dem alljährlichen Transferwahnsinn der europäischen Konkurrenz wiederholte Rummenigge vor dem Hintergrund der laufenden Debatte um das Financial Fair Play seinen Standpunkt: "Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, wenn die Spieler selbstfinanziert sind. Probleme bekomme ich dann, wenn Dritte involviert sind, also irgendein Scheich oder russischer Oligarch, der seine Schatulle öffnet und die Defizite ausgleicht."

Einen kleinen Seitenhieb konnte sich der Chef des Liga-Primus dann doch nicht verkneifen: "Es ist allerdings auch ein Stück der Beweis, wenn man viel in den Transfermarkt investieren muss oder will, dass gewisse Dinge zu korrigieren sind."

Keine Angst vor "satten" Weltmeistern

Auf seinen eigenen Erfahrungsschatz konnte Rummenigge zurückgreifen, als er nach dem mentalen Zustand der WM-Teilnehmer befragt wurde: "Ich bin 1974 als blutjunger, 18-jähriger Bursche zum FC Bayern gekommen. Damals war die Mannschaft deutscher Meister und Europapokalsieger geworden und, ich glaube, auch sechs Spieler waren gerade Weltmeister geworden." Aus diesen Gründen sei damals "die Mannschaft nicht mehr hungrig, nicht mehr motiviert" gewesen.

Diese Problematik sieht er allerdings nicht zwingend auf das Münchner Star-Ensemble zum diesjährigen Saisonstart zukommen. Dabei vertraut der gebürtige Lippstädter vor allem auf die Fähigkeiten seines Trainers Pep Guardiola, "der das 2010 in Barcelona schon mal erlebt hat. Barcelona ist 2011 dann Meister und Champions-League-Sieger geworden. Ich glaube, wir haben da einen guten Mann am Ruder, der dafür sorgen wird, dass auch die Weltmeister wieder motiviert sind".

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