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Hajrovic: Werder ein Schritt zurück

In Bremen freut man sich über den Hajrovic-Coup - doch der Bosnier sieht die Station an der Weser als Rückschritt. Trotzdem überwiegt die Erleichterung nach dem Rechtsstreit.

Bremen. Werder Bremens Neuzugang Izet Hajrovic gibt zu, den Wechsel von Galatasaray zu den Norddeutschen in die Bundesliga als sportlichen Rückschritt zu empfinden. Doch der Bosnier ist in erster Linie einfach glücklich, nach dem Rechtsstreit wieder Fußball spielen zu dürfen.

"Von Galatasaray zu Werder zu wechseln, ist ein Schritt nach hinten", wird die Bremer Neuverpflichtung von Bild zitiert. In Istanbul durfte sich der 22-Jährige auf der Champions-League-Bühne beweisen, an der Weser sind die großen Abende in der Königsklasse derweil vorerst Geschichte - es geht um den Kampf im Mittelfeld.

"Aber mir ist das egal. Ich will einfach spielen", betonte Hajrovic, sich dennoch nach seiner zuletzt schweren Zeit in der Türkei mit dem Neuanfang anzufreunden. Der bosnische WM-Fahrer löste seinen Kontrakt bei Galatasaray nach ausbleibenden Gehaltszahlungen auf und schloss sich ablösefrei den Bremern an - sein Ex-Klub ging rechtlich dagegen vor.

"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen"

Doch seit Donnerstag steht die Entscheidung der FIFA: Hajrovic darf für Werder auflaufen. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", so der in der Schweiz geborene Flügelspieler, der künftig auch auf weitere Gehaltseinklagungen gegen die Türken verzichten will.

"Gala hat noch einen Teil der Schulden überwiesen. Die Sache ist für mich durch", erklärte Hajrovic, der bei der WM in zwei Gruppenspielen zum Einsatz kam. "Ich will jetzt nicht mehr vor Gericht ziehen."

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