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Der junge Innenverteidiger wechselte in dieser Sommertransferperiode von Eintracht Frankfurt zum SC Freiburg und soll dort Matthias Ginter ersetzen. Goal nahm ihn unter die Lupe.

SPECIAL REPORT
Von Stefan Döring und Martin Ernst

Mit vielen warmen Worten begrüßte der SC Freiburg den 19-jährigen Innenverteidiger Marc-Oliver Kempf im Breisgau. "Marc-Oliver hat eine interessante Perspektive und wir freuen uns sehr, dass er mit uns seine nächsten Schritte in der Karriere gehen will. Die nötige Zeit dafür wird er von uns bekommen", sagte etwas Sportdirektor Jochen Saier. Nun kommt der Jungspieler sogar als U19-Europameister.

Seit fünf Jahren haben die Freiburger Kempf bereits beobachtet, heißt es. Von seinen Qualitäten müssen sie also überzeugt sein. Doch bei der Eintracht aus Frankfurt konnte er sich bislang noch nicht richtig in Szene setzten. Fünf Bundesligaspiele bestritt er für die Hessen. Interessant ist dabei nur, dass Frankfurt alle Spiele verlor. Das hat aber sicherlich keine Aussagekraft, denn Kempf zeigt großes Potential. Auch sein bisheriger Trainer Armin Veh bescheinigte ihm "großes Talent".

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Immerhin ist Kempf U19-Nationalspieler und hielt die Abwehr bei der U19-Europameisterschaft mit starken Leistungen zusammen und war maßgeblich an dem Triumph beteiligt. Dass Kempf fußballerisch ein ganz Großer werden kann, deutete auch das Interesse von Juventus Turin an seiner Person an. "Eine Anfrage liegt vor, es ist ein ernsthaftes Angebot", bestätigte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner im Januar. Doch der junge Spieler entschied sich gegen einen Wechsel nach Italien, weil er für seine persönliche Entwicklung vor allem Spielpraxis braucht. Ein Schritt, den viele Spieler in seinem Alter vielleicht nicht so gewählt hätten, wenn der italienische Meister ruft. Sicherlich ein Zeichen für seine Charakterstärke und gesunde Selbsteinschätzung.

Perfekter Verein um sich zu entwickeln

Nun ist Kempf in Freiburg gelandet und ist auch froh darüber. "Der SC Freiburg genießt zurecht den Ruf, dass sich junge Spieler hier sehr gut und in Ruhe weiterentwickeln können. Ich möchte beim Sport-Club den nächsten Schritt machen und mich dauerhaft in der Bundesliga etablieren. Ich will und werde hier viel lernen und freue mich auf die neuen Herausforderungen", sagte der 19-Jährige nach seinem Wechsel.

Nun soll er in Freiburg die Lücke füllen, die Ginter in der zentralen Defensive hinterlässt. Allerdings hat er auch im Breisgau viele Konkurrenten auf seiner Position. Christopher Jullien, Pavel Krmas, Imanuel Höhn, Fallou Diagne und Neuzugang Stefan Mitrovic messen sich mit ihm um die Plätze. Doch aussichtslos ist die Situation für Kempf sicherlich nicht. Jullien kam in seiner ersten Saison beim Sport-Club kaum zum Einsatz und Krmas genießt zwar Streichs hohe Anerkennung, doch ob bei dem verletzungsanfälligen Routinier die Kräfte für eine ganze Saison reichen, ist fraglich.

Immer die Ruhe bewahren

Auch bei Fallou Diagne, der vor zwei Spielzeiten nach einer bärenstarken Saison beinahe selbst nach Dortmund abgewandert wäre, vergangene Saison aber lange ausfiel, ist unsicher, wie der Senegalese durch die Saison kommt. Aber eines ist für Kempf in jedem Fall sicher: Im unaufgeregten Freiburg wird ihm die Zeit gegeben, die er benötigt. So war das schon immerim Breisgau und hat bisher - vor allem in den letzten Jahren - viele große Talente hervorgebracht.

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