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Der Ex-Sportdirektor will sich nicht mit einer Klausel in seinem Vertrag abfinden. Er und sein Anwalt sind in Gesprächen mit den Hamburgern.

Hamburg. Der Rauswurf von Ex-Sportdirektor Oliver Kreuzer könnte den Hamburger SV im Nachhinein noch teuer zu stehen kommen. Aufgrund einer juristisch umstrittenen Klausel im Kontrakt des 48-Jährigen, befinden sich er und sein Anwalt Horst Kletke in klärenden Gesprächen mit den HSV-Juristen - beide Seiten könnten sich offenbar bald vor Gericht wiedersehen.

Seit seiner Beurlaubung erhält Kreuzer bis zum Vertragsende durch besagte Klausel nur noch 50 Prozent seines bisherigen Gehaltes. Eine Praxis, die wegen ihrer Einseitigkeit rechtlich angezweifelt werden kann. Sein Anwalt erklärte gegenüber der Bild: "Im Vertrag gibt es Klauseln, über die man diskutieren muss. Ich habe bereits mit Dietmar Beiersdorfer und den Vereins-Anwälten gesprochen."  

Kletke gewann bereits einen Klausel-Streit

Der Frankfurter Jurist kennt sich in der Materie gut aus. In einem vergleichbaren Fall hatte er im vergangenen Jahr Erfolg: Damals vertrat er Trainer Franco Foda gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der hatte beim Ex-Klub ebenfalls eine entsprechende Klausel im Kontrakt. Anwalt Kletke dazu: "Es gab keinen Prozess. Wir haben das sehr positiv beendet."

Auf einen Prozess scheint es der HSV deshalb nicht ankommen lassen zu wollen. "Wir haben unsere verschiedenen Sichtweisen ausgetauscht. Wir sind uns einig, dass wir die Gespräche weiterführen wollen. Die Gespräche werden einvernehmlich geführt", berichtet Kletke.

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