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Sammer: "Götze muss durch das Stahlbad"

Der "Wohlfühl-Oasen"-Warner steht weiter hinter dem Nationalspieler. Dieser konnte in seiner ersten Saison beim Rekordmeister nur stellenweise überzeugen.

München. Sportvorstand Matthias Sammer von Rekordmeister Bayern München hat Nationalspieler Mario Götze gegen die jüngste Kritik in Schutz genommen, zugleich aber mehr Härte von dem Jungstar gefordert. "Die Öffentlichkeit muss einfach akzeptieren, dass es im Leben eines jungen Menschen auch mal eine Zwischenphase gibt, man darf so etwas nicht immer gleich als Tragödie titulieren", sagte Sammer der Süddeutschen Zeitung über die aktuellen Leistungsschwankungen des 22-Jährigen.

Zugleich betonte Sammer: "Mario steht hier bei uns alles offen, aber er muss jetzt auch durch das Stahlbad durch, das habe ich ihm schon oft gesagt." Grundsätzlich sehe er die Lage bei Götze jedoch "immer noch total entspannt", meinte Sammer: "Ich weiß, was Mario kann, daran hat sich nichts geändert."

Seit Götzes Wechsel im vergangenen Sommer für 37 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach München sei schlicht "unglaublich viel auf den Jungen eingeprasselt", sagte Sammer. Das müsse ein junger Mensch erst einmal verkraften. Die Süddeutsche berichtet weiter, dass Sammer Götzes Zukunft - auch vor dem Hintergrund des bevorstehenden Abschieds von Toni Kroos zu Real Madrid - in der Mittelfeldzentrale sieht. Bisher hatte der vielseitige Götze seinen Platz meist im Angriff.

Götze: "Ist nur menschlich"

Götze selbst hat gelassen auf die jüngste Kritik an seinen Leistungen bei der WM reagiert. "Man versucht natürlich, immer auf allerhöchstem Niveau zu spielen. Ich glaube dennoch, jeder Spieler hat mal eine schlechte Halbzeit, schlechte Minuten oder schlechte Phasen. Das ist nur menschlich", sagte der Offensivspieler von Bayern München der Bild.

Der frühere Nationalspieler Günter Netzer hatte die Auftritte des hochtalentierten 22-Jährigen zuletzt als "einzige Enttäuschung" bezeichnet. "Zum Glück habe ich das gar nicht mitbekommen", sagte Götze nun: "Das ist seine Meinung. Aber ich weiß auch, was ich kann. Der Bundestrainer weiß es auch."

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