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Watzke über "Evonik"-Deal: "Deutlich mehr Finanzkraft"

Durch den "Evonik"-Deal eröffnen sich neue Möglichkeiten für den BVB, Geschäftsführer Watzke mahnt aber zur Vorsicht. Zunächst soll in Steine statt in Beine investiert werden.

Dortmund. Durch den Einstieg von Hauptsponsor "Evonik" als Anteilseigner hat Borussia Dortmund einen Millionen-Deal an Land gezogen. Der BVB verfügt damit über neue finanzielle Mittel und will sich noch weitere strategische Partner suchen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke blickt optimistisch in die Zukunft, mahnt gleichzeitig aber.

"Es ändert sich nichts - außer dass wir jetzt über deutlich mehr Finanzkraft verfügen", wird Watzke in der Bild zitiert: "Wir wollen der zweite Leuchtturm in Deutschland werden. Auf dem Weg sind wir schon sehr weit."

Geldregen im Ruhrpott

26,75 Millionen Euro bezahlt Evonik für 9,06 Prozent, oder in totalen Zahlen 6,12 Millionen, der BVB-Aktien. Darüber hinaus wurde der Sponsor-Vertrag mit dem Konzern bis 2025 verlängert, was insgesamt über 2010 Millionen Euro in die Dortmunder Kassen spült.

Außerdem laufen laut der Zeitung aktuell bereits Gespräche mit einem weiteren potentiellen strategischen Partner, insgesamt sollen bis zu 30 Millionen neuer Aktien ausgegeben werden. Das würde einer Gesamteinnahme von rund 140 Millionen Euro entsprechen.

Watzke: "Werden konservativ vorgehen"

Allerdings soll das Geld zunächst in Steine, statt in Beine investiert werden. "Einmaliges Geld verführt dazu, Unsinn zu machen", mahnte Watzke und kündigte an: "Wir werden sehr konservativ vorgehen. Am Ende bleibt aber sicher auch ein ordentlicher Batzen Festgeld über."

Demnach sei es zunächst der Plan, ähnlich wie der FC Bayern das Stadion komplett abzubezahlen und auch die Geschäftsstelle zu kaufen. Die dadurch eingesparten Mieten und Zinsen sollen dann aber in die Mannschaft fließen. "Unser Ziel muss es sein, dass uns - wie bei den Bayern - kein Spieler mehr weggekauft werden kann", betonte Watzke weiter.

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