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Schröder will Werder trotz des knappen Budgets verbessern und hat ein konkretes Rezept. Einen neuen Stürmer hat er schon gefunden ...

Bremen. Werder Bremens neuer Sportdirektor Rouven Schröder hat die schwierige Aufgabe, den Bremer Kader trotz stark begrenzter finanzieller Möglichkeiten zu verbessern. Der frühere Sportchef der SpVgg Greuther Fürth hat eine klare Philosophie und sogar schon einen neuen Stürmer ins Visier genommen.

Obwohl die Bremer finanziell keine großen Sprünge machen können, sieht Schröder bei seinem neuen Klub Potential, wie er im Kicker beleuchtete: "Das Finanzielle ist das eine, aber wir haben trotzdem etwas zu bieten: Tradition und ein besonderes Umfeld, das hat seine Reize. Vielleicht verdient man etwas weniger, aber man bekommt eine Spielperspektive in einem tollen, familiären Verein."

Trotz dieser Pluspunkte müsse Werder "einen Tick eher dran sein und Überzeugungskraft entwickeln. Werder ist attraktiv und wird es auch in Zukunft sein."

Wichtig sei es außerdem, die Champions-League-Vergangenheit nicht als Maßstab zu nehmen: "Erstmal ist es schön, dass der Verein diese Zeiten hatte. Aber man muss hinnehmen, dass die Dinge im Moment anders sind. Das bietet auch eine Chance, das Ganze wieder neu anzupacken und zu gestalten."

Neuer Stürmer in Sicht?

Eine der ersten Aufgaben für Schröder ist die Suche nach einem neuen Stürmer, wobei er dem Klub bereits einen konkreten Vorschlag unterbreitet hat. "Aber ich gebe hier keine Inhalte wieder. Wir haben einige Ideen und sind im Austausch, jeder nutzt sein Netzwerk", so Schröder.

Prinzipiell hält der 38-Jährige gerne nach deutschen Talenten Ausschau: "Grundsätzlich sollten wir schon versuchen, wenn es zum Beispiel zwei gleichstarke Spieler gibt, den deutschen oder deutschsprachigen zu verpflichten. Da tun wir uns alle leichter mit der Integration. Dazu kommt unser NLZ, in dem seit Jahren sehr gute Arbeit geleistet wird. Ich weiß, dass alle im Verein diese Philosophie tragen wollen."

Auch vom Arbeitsumfeld bei Werder zeigte er sich beeindruckt und sieht den Klub auf dem richtigen Weg: "Es waren immer sehr offene Gespräche, es gab klare Ansagen, wir haben uns in wenigen Sätzen verstanden. Das ist in dem Geschäft unheimlich wichtig, um schnell Entscheidungen zu treffen."

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