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Thomas Schaaf sieht bei Eintracht Frankfurt einen klaren Qualitätsverlust, freut sich aber auch auf die Neuzugänge. Einen Vorteil erwartet er für sein neues Team in jedem Fall.

Frankfurt/Main. Eintracht Frankfurt hat seit Saisonende bereits mehrere Stammspieler verloren, jetzt meldet sich der neue Eintracht-Coach Thomas Schaaf zu Wort. Der 53-Jährige sieht einen klaren Qualitätsverlust, erwartet aber viel von den Neuzugängen und sieht einen großen Vorteil. Vor allem dürfe man nicht in Panik verfallen.

"Wir müssen jetzt nicht verrücktspielen, sondern nach vorne schauen", so Schaaf im Kicker: "Bei allen Spielern, die gegangen sind, war fraglich, ob sie bleiben. Natürlich ist Qualität verloren gegangen und wir drücken die eine oder andere Träne weg. Aber es ist auch die Chance für andere, sich nun zu beweisen."

Stürmersuche hat oberste Priorität

Mit Pirmin Schwegler, Sebastian Jung, Sebastian Rode und Stürmer Joselu verließen gleich mehrere Leistungsträger den Verein, vor allem den Wechsel von Joselu zu Hannover 96 bedauert Schaaf: "Ich hätte gerne mit ihm weitergemacht. Bruno Hübner hat alles versucht. Wir hatten ein Limit, das leider nicht gereicht hat. Schade."

Daher sei die Stürmersuche jetzt eine der obersten Prioritäten: "Wir müssen überall, nicht nur im Ausland schauen. Alt, jung oder erfahren? Wir brauchen einen Guten mit Qualitäten, die uns weiterhelfen."

Schaaf: Hasebe muss die anderen mitreißen

Umgekehrt haben sich die Hessen mit Makoto Hasebe, Timothy Chandler und Aleksandar Ignjovski aber auch schon sinnvoll verstärkt: "Hasebe ist ein erfahrener Spieler. Wenn man eine gewisse Qualität verloren hat, ist es wichtig, dass man jemanden mit großer Erfahrung dazubekommt, der auf einer zentralen Position im Mittelfeld agieren kann. Makoto hat sicherlich die Aufgabe, die anderen mitzureißen."

Während Chandler die Frankfurter Außenverteidiger-Baustelle schließen soll, kann Ignjovski dem Team eine neue Aggressivität verleihen. "Ignjovski ist ein Beißer, er wird nach einem Eingriff am Sprunggelenk bereit sein", erklärte Schaaf, der auch für weitere Transfers zu Besonnenheit mahnte: "Auf eine Anzahl will ich mich nicht festlegen. Wir sollten keinen Spieler holen, nur um einen Transfer zu tätigen."

Unter anderem Daniel Caligiuri (Schaaf: "Ein Spieler, der schon auf sich aufmerksam gemacht hat), könnte noch kommen, doch in jedem Fall habe die Eintracht einen großen Vorteil: "Wir haben ja nicht zu viele WM-Teilnehmer, mit denen wir nach ihrer Rückkehr sehr individuell arbeiten werden. Ich gehe davon aus, dass wir mit einem Großteil des Kaders, der endgültig erst Ende der Transferperiode stehen wird, starten."

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