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Bescheiden und doch mit Ambitionen. Der Neuberliner freut sich auf den Tanz mit der Alten Dame, sieht sich aber nicht als Herthas Königstransfer.

Berlin. Im zweiten Anlauf hat es dann doch geklappt – und endlich passt alles. Bereits vor sieben Jahren wäre Valentin Stocker beinahe dauerhaft im Trikot von Hertha BSC gelandet. Das verriet  der Schweizer Nationalspieler nun im Gespräch mit der Bild: "Ich habe eine Stadtrundfahrt gemacht und Michael Preetz hat meinen Eltern und mir das Gelände gezeigt. Am Ende bekam ich sogar ein Trikot mit meinem Namen geschenkt.“ Das Leibchen mit der Nummer Zehn verschwand vorerst aber ebenso in einer Kiste wie auch Stocker von der Bildfläche der Bundesliga. "Ich war damals noch zu jung um aus Basel wegzugehen, stand gerade erst vor dem ersten Profivertrag“, begründet der 25-Jährige seine damalige Entscheidung.

Bundesliga: "Eine riesige Herausforderung"

Dass er jetzt – sieben äußert erfolgreiche Jahre später – die Herausforderung Bundesliga angehen will, ist für den wendigen Außenspieler der nächste logische Schritt.  In der Schweizer Meisterschaft sei er "teilweise unterfordert gewesen“, hätte "nicht immer das Maximum abrufen müssen“. Ganz anders erwartet der Ex-Basler und fünffache Schweizer Meister die Herausforderungen in seinem ersten Bundesligajahr: "In Deutschland musst du jede Woche von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas geben. Die Bundesliga ist die beste Liga der Welt. Ich will mich auf diesem Niveau messen.“

Die Chancen auf einen Stammplatz im Kader des Tabellenelften dürften für Stocker nicht gerade schlecht stehen, der 22-fache Nationalspieler will sich aber nicht selbst zu wichtig nehmen. "Ich sehe mich nicht als Königstransfer“, konstatiert er bescheiden. "Angst es nicht zu schaffen“ habe er aber trotzdem nicht.

Was trotz Anfragen anderer Bundesliga-Clubs schlussendlich den Ausschlag für die alte Dame gegeben hatte, fasst Stocker klar zusammen: "Ich will nicht irgendeine Nummer bei einem größeren Klub sein. Ich bin speziell, komme nicht wegen des Geldes. Ich brauche das volle Vertrauen. Deswegen war für mich schnell klar, dass ich nach Berlin will. Hertha und ich – das passt!“

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