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Nach Platz 15 in der abgelaufenen Saison ist der Geduldsfaden auch bei der sportlichen Führung gerissen. Die Schwaben wollen zur neuen Saison wieder richtig investieren.

Stuttgart. Bis zum vorletzten Spieltag musste man im Ländle zittern, ehe der Nicht-Abstieg feststand. So eng soll es in der Zukunft nach der Vorstellung von Präsident Bernd Wahler nicht mehr ablaufen. Der VfB Stuttgart verordnet sich eine Transfer-Therapie und will mehr Geld in die Mannschaft stecken, um in der Bundesliga wieder oben anzugreifen.

"Es ist keine Frage, dass wir investieren müssen. Wir könnten nicht genauso weitermachen, wie wir es in der vergangenen Saison gemacht haben. Wir sind uns intern einig, dass wir jetzt etwas anders an die Dinge herangehen müssen und ein bisschen offensiver agieren wollen. Wir möchten Akzente setzen", so Wahler gegenüber dem SWR.

Nach jahrelangem Sparkurs und kostenintensiver Stadionrenovierung ist der VfB sportlich nicht mehr auf der Höhe. Doch nach den fetten Jahren mit Champions und Europa League ist  der Anspruch der Schwaben kaum kleiner geworden. Die teuren Verträge aus dieser Zeit sind ausgelaufen. Nun werden inklusive der Transfererlöse aus den Verkäufen von Ibrahima Traore (Mönchengladbach) sowie Mohammed Abdellaoue (steht mit Hannover 96 in Kontakt) und Sercan Sararer (Ziel nicht bekannt) etwa 15 Millionen Euro frei für Investitionen in die Mannschaft

Hoffenheims Joselu im Fokus

Die Planstellen umfassen nach Cacaus Abgang unter anderem den Sturm. Da sich Abdellaoues Abgang zu dessen alter Wirkungsstätte abzeichnet, besteht akuter Handlungsbedarf. Dabei ist Hoffenheims Joselu in den Fokus der Württemberger geraten. Der Spanier und gebürtige Stuttgarter, der zuletzt an Eintracht Frankfurt ausgeliehen war, wird allerdings bei der TSG Hoffenheim zurückerwartet und würde wohl nicht sehr günstig werden.

Auf der Sechs wollte man nach William Kvists (FC Fulham) Abgang noch einmal nachbessern. Doch Carlos Gruezo, der ursprünglich erst im Sommer kommen sollte, wurde schon im Winter von seinem Klub aus Ecuador losgeeist und lebte sich gegen Ende der Saison prächtig ein. Wenn überhaupt, kommt ein Ergänzungsspieler.

"Nicht unvorbereitet" auf Stocker-Absage

Im offensiven Mittelfeld muss der Abgang von Ibrahima Traore kompensiert werden. Der Basler Valentin Stocker erteilte den Schwaben allerdings eine Absage und entschied sich für Ligakonkurrent Hertha BSC. Laut Bild traf die Absagte Fredi Bobic "nicht unvorbereitet". Das spricht dafür, dass der VfB sich bereits mit anderen Optionen beschäftigt hat.

In der Abwehr hat man sich bereits mit Florian Klein verstärkt. Der Rechtsverteidiger kommt vom österreichischen Double-Sieger Red Bull Salzburg. Nachdem sich Arthur Boka gen FC Malaga verabschiedet hat, will man auf der Linksverteidigerposition wohl nachbessern. Doch was genau in der Defensive der Schwaben passiert, ist noch nicht klar.

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