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Hopfner nur Platzhalter und Hoeneß nach der Haftstrafe wieder Präsident? Was für viele eine klare Sache ist, wird in der Führungsetage des Rekordmeisters ganz anders gesehen.

München. Seit dem Auftritt von Uli Hoeneß bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des FC Bayern München denken viele, dass der 62-Jährige nach seiner Haftstrafe wieder Präsident des FC Bayern wird. Karl-Heinz Rummenigge will aber von Absprachen nichts wissen. Der Vorstandsboss äußerte sich zudem zu Mario Mandzukic und Borussia Dortmund.

"Ausgemacht ist gar nichts. Ich verstehe, dass das wie eine gemähte Wiese aussieht, mit Karl Hopfner als Platzhalter, der als neuer Präsident sofort einen Schritt zurücktritt, wenn Uli wieder da ist. Aber Tatsache ist: In keinem Gremium des FC Bayern wurde bisher darüber gesprochen. Es gibt keine Planungen für die Zeit danach. Und auch keine Absprache zwischen ihm und Karl Hopfner", sagte Rummenigge der FAZ.

Der 58-Jährige sprach außerdem über Münchens härtesten Bundesliga-Rivalen Borussia Dortmund. Es sei nicht wahr, dass die Bayern dem BVB durch Transfers gezielt schaden wollen. "Wir haben kein Interesse daran, einen Verein kaputtzumachen. Das gilt auch für Borussia Dortmund", erklärte er.

Und Rummenigge weiter: "Wenn ich persönlich mich kritisch zum Thema Borussia Dortmund gemeldet habe, dann nur, weil es mir nicht gefallen hat, wenn wir als der Goliath dargestellt wurden, der wie ein Raubritter durch die Bundesliga zieht. Da hätte ich mir von der anderen Seite einfach etwas mehr Zurückhaltung gewünscht."

Rummenigge: Für Mandzukic wird es nicht einfach

Neben einem ausdrücklichen Lob an die Adresse von Trainer Pep Guardiola ("Er hat das unglaublich gut hinbekommen"), äußerte sich Rummenigge auch zu Mario Mandzukic. Der Stürmer wird unter anderem mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht, für das Pokal-Finale gegen Dortmund wurde er von Guardiola aus dem Kader gestrichen.

"Wenn Mario hier bleibt, wird es natürlich kein einfacher Wettbewerb für ihn, denn es kommt ein Spieler mit Weltklasseniveau zu uns. Die Frage ist, ob er sich diesem Wettbewerb stellen will oder lieber zu einem anderen Klub geht. Wir werden offen und fair über alles reden, und das Ergebnis ist offen", so Rummenigge.

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