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Gonzalo Castro sieht die eigenen Nachwuchsspieler bei Bayer nicht ausreichend wertgeschätzt und kokettiert weiter mit seinem Abschied. Eine Entscheidung soll bald getroffen werden.

Leverkusen. Gonzalo Castro hat Bayer Leverkusen öffentlich für den Umgang mit den eigenen Nachwuchsspielern kritisiert. Castro, der seit 1999 im Verein ist, kokettiert seit Wochen mit seinem Abschied, auch Klub-Eigengewächs Stefan Reinartz zieht es wohl weg aus Leverkusen.

"Andere, die für viel Geld kamen und auch nicht besser waren, wurden nicht in dieser Form kritisiert", monierte Castro im Kicker: "Deshalb habe ich mich gewehrt. Ich für meinen Teil habe immer versucht, alles zu geben. Ich weiß, dass es nicht immer gereicht hat. Ich denke, in anderen Klubs bekommen die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs mehr Wertschätzung. In München zum Beispiel."

Tiefpunkte gehören dazu

Castro wurde während Bayers Formtief in der vergangenen Saison vermehrt zum Sündenbock gemacht und wehrte sich anschließend in der Bild: "Jeder Fußballer hat mal eine schlechte Phase. Es war für mich sehr enttäuschend, dass ich als einziger rausgepickt wurde, als wir alle schlecht waren."

Dennoch sei sein Verhältnis zu Sportchef Rudi Völler sehr gut, wenngleich sich der 26-Jährige "in den kommenden Tagen" zu Gesprächen mit der Vereinsführung über seine Zukunft treffen wird. Auch sein Abschied aus Leverkusen sei demnach noch immer ein Thema: "Nach dem Gespräch wissen wir mehr."

Castro: Will in Deutschland bleiben

Unter anderem wurde zuletzt der FC Schalke intensiv mit dem Deutsch-Spanier in Verbindung gebracht. "Es gibt noch nichts konkretes", stellte der Mittelfeld-Allrounder klar, betonte aber auch: "Deutschland ist meine Heimat. Ob Stadien, Stimmung oder Spannung - die Liga ist toll. Ich werde im Juni erst 27 Jahre alt, kann also noch ein paar Jahre auf höchstem Niveau kicken. Und das würde ich gerne in Deutschland machen."

Auch Bayer habe ihm bereits signalisiert, dass man über alles reden könne, demnach ist auch ein Verbleib in Leverkusen weiterhin eine Option. Mit dem neuen Trainer Roger Schmidt hatte Castro, dessen Vertrag bei der Werkself noch bis 2016 läuft, bereits ein erstes Gespräch.

"Ein sehr positives", wie der fünffache Nationalspieler betonte: "Ich habe keinen Zwang, muss nicht fliehen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass man mich weghaben will. Aber vielleicht wird es irgendwann Zeit, etwas anderes zu erleben."

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