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Bayerns Thomas Müller: "Stehe sicher nicht vor dem Absprung"

Thomas Müller hat die Wechselgerüchte erstmals dementiert. Auch Franz Beckenbauer hofft auf einen Verbleib. Dem Pokalfinale misst Müller eine besondere Bedeutung zu.

München. Thomas Müller hat die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Manchester United dementiert und auch Franz Beckenbauer hofft auf einen Verbleib des 24-Jährigen beim FC Bayern München. Müller sieht im DFB-Pokalfinale außerdem eine besondere Bedeutung und sprach über Deutschlands und seine eigenen Chancen bei der WM in Brasilien.

Im Interview mit der Krone erklärte Müller, angesprochen auf die Wechselgerüchte: "Ich hab sie ja nicht in die Welt gesetzt, also möchte ich sie auch nicht groß kommentieren. Aber sagen wir so: Ich steh jetzt sicher nicht vor dem Absprung, kann aber auch keine Garantie für alle Zeiten abgeben."

Noch am Montag hatte Müller in der Bild betont: "Zu Gerüchten äußere ich mich nicht." Angeblich aber soll der Stürmer unzufrieden sein, da er in dieser Saison in der Champions League in nur acht von zwölf Spielen in der Startelf stand und auch in der Bundesliga nur 14 Spiele über 90 Minuten absolvierte. Beckenbauer forderte die Münchner anschließend in der "Bild" direkt auf, Müller unbedingt zu halten.

"Eigentlich heißt es, Reisende soll man nicht aufhalten. Aber: Um Thomas Müller sollte der FC Bayern kämpfen, falls er tatsächlich solche Pläne hat. Er passt zum Klub, er ist längst ein Urgestein. Mit ihm identifizieren sich die Fans. Ich sehe auch keinen Grund, dass er unzufrieden sein sollte. Müller hat zwar mehr Joker-Einsätze als in der vergangenen Saison. Aber er ist ja auch unter Pep Guardiola eine feste Größe", so der Kaiser.

Müller über CL-Aus: "Natürlich tut das weh"

Neben den Wechselgerüchten nahm Müller auch zum deutlichen Halbfinal-Aus der Münchner in der Champions League gegen Real Madrid (0:1, 0:4) Stellung: "Natürlich tut das weh. Aber man muss ehrlich sagen: Real war an diesen beiden Tagen einfach besser als wir." So seien Niederlagen wie im Finale gegen Chelsea 2012, als man das bessere Team war, deutlich schlimmer.

Dennoch sei die Kritik berechtigt, "schließlich sind wir mit 0:5 ausgeschieden. Diese Kritik zeigt aber auch unsere Qualität: Viele haben eben mit der Wiederholung des Triples gerechnet. Das Erreichen des Champions-League-Semifinals ist in unserem Fall anscheinend schon selbstverständlich."

Gleichzeitig sieht Müller deshalb aber im diesjährigen Pokalfinale gegen den BVB eine größere Bedeutung als im Vorjahres-Endspiel gegen Stuttgart: "Das Finale gegen Dortmund ist schon wichtiger als damals gegen Stuttgart. Wir wollen die Saison unbedingt mit einem Titel abschließen."

"Nicht auf Urlaub nach Brasilien"

Bei der WM im Sommer sieht der Angreifer Deutschland zwar mit Chancen, warnte aber: "Wir fliegen sicher nicht auf Urlaub nach Brasilien, das deutsche Team gehört zum Favoritenkreis - wie Spanien, Brasilien, Argentinien und die Italiener, mit denen man bei einem großen Turnier immer rechnen muss. Und Holland ist heuer eine Art Geheimfavorit."

Das Vorrunden-Duell gegen die USA mit Ex-Trainer Jürgen Klinsmann werde außerdem ein besonderes und gleichzeitig ein schwieriges Spiel. Dass er selbst seinen Goldenen Schuh als WM-Torschützenkönig verteidigen kann, glaubt Müller indes nicht: "Ich werde alles daran setzen, das zu wiederholen, auch wenn es wahrscheinlich nicht realistisch ist. Dazu braucht man viel Glück."

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