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Der scheidende Ur-Bremer will sich im Sommer einem Verein anschließen, bei dem er sich wohlfühlen kann. Das war bei Werder nicht immer der Fall: Die Pfiffe der Fans hängen nach.

Bremen. Im Sommer endet für Aaron Hunt nach 13 Jahren das Kapitel Werder Bremen. Der Mittelfeldspieler hat noch keine Entscheidung getroffen, wo die Reise hingehen soll. Trotzdem blickt er bereits mit Wehmut, hinsichtlich der Pfiffe in der Vergangenheit aber auch mit Verärgerung auf die letzten Jahre zurück.

Hunt sagte im Gespräch mit der Kreiszeitung über die Pfiffe gegen ihn von Teilen der Fans im Jahr 2011: "Das war nicht schön. Ich kann es nicht verstehen, dass ein junger Spieler ausgepfiffen wird, der auch noch aus der eigenen Jugend kommt."

Man könne es "eben nicht jedem Recht machen - gerade nicht hier in Bremen", so der 27-Jährige, der sich danach aus seinem Tief befreite und in dieser - seiner letzten - Saison für Werder zu den Leistungsträgern gehört. "Viele Fans sind wirklich sehr, sehr gut, aber nicht alle", so Hunt.

"Will zu einem Verein gehen, wo alles passt"

"Pfiffe von den eigenen Fans ziehen einen runter, die beeinflussen die Leistung. Natürlich habe ich mir da Gedanken gemacht", äußerte der Mittelfeldmann damalige Abwanderungsgedanken. Hunt blieb, wird sich aber in diesem Sommer neuen Herausforderungen stellen. "Ich will zu einem Verein gehen, wo alles passt. Wo ich mich wohlfühlen und funktionieren werde."

"Im Moment habe ich das noch nicht, deshalb habe ich noch keine Entscheidung getroffen", sagte er über den aktuellen Stand der Zukunftsplanungen. Die Welt gehe zudem nicht unter, "wenn ich zu einem Verein wechsle, der dieses oder nächstes Jahr nicht international spielt".

Hunt: Externe Spieler werden unkritischer gesehen

Damit enden nach dieser Saison 13 lange Jahre an der Weser, in denen er es nicht immer leicht hatte, obwohl er von Thomas Schaaf, der ihn "sehr geprägt" habe, nach Kräften gefördert wurde. "Ich habe hier in Bremen schon das Gefühl, dass die Fans eine größere Zuneigung zu den Spielern haben, die von außerhalb kommen", erklärte Hunt.

"Da bin ich ja nicht allein", führte der in der Bremer Jugend ausgebildete Profi aus. Auch Philipp Bargfrede und Sebastian Mielitz würden "kritischer gesehen als andere". Mittelfristig könne das zum Problem werden: "Der ganze Klub muss sich mit den Spielern aus der eigenen Jugend identifizieren. Auch das Umfeld. Das werden die jungen Spieler brauchen."

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