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Der Hunter fühlt sich auf Schalke nach wie vor sehr wohl und spürt trotz seiner 30 Jahre noch keine Anzeichen von Müdigkeit. Indes fordert er Investitionen.

Gelsenkirchen. Eigentlich ist Klaas-Jan Huntelaar noch gar nicht so alt. Dennoch ist er beinahe in jedem Spiel der älteste Akteur seines Teams, da sich beim FC Schalke 04 in den letzten Wochen und Monaten immer mehr junge Spieler aus der Knappenschmiede ins Rampenlicht gespielt haben.

Für den Niederländer ist die Konstellation allerdings kein Problem: "Es sind viel zu viele Spieler dabei, die viel älter aussehen als ich", schmunzelt er im Interview mit der Sport Bild und stellt klar, dass er noch gar nicht zum alten Eisen gehört: "Mit 30 Jahren ist man noch nicht zu alt im Fußball." Seine physische Verfassung gibt ihm seiner Ansicht nach keinen Grund, an ein vorzeitiges Karriereende zu denken.

Das Arbeitspapier des Niederländers läuft 2015 aus. Gedanken über die nähere Zukunft hat er sich ebenfalls noch keine gemacht. Für ihn steht fest, dass er auch nächstes Jahr für die Königsblauen auf Torejagd geht - und das möglichst in der Königsklasse: "Erst will ich die Champions League sichern, dann die WM spielen und dann in den Urlaub", konkretisiert er seine kurzfristigen Pläne.

Beispiel: Atletico Madrid

Ein Karriereende auf Schalke kann sich der Hunter auch vorstellen, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen: "Mir ist wichtig, dass wir die Zukunft angehen. Dafür brauchen wir gute Spieler, ein paar Investitionen" fordert der 30-Jährige. Konkret bedeutet das, dass jede Saison "nach Möglichkeit  ein, zwei" Spieler des Formats Boateng kommen sollen.

Des Weiteren sollen die Spieler weitestgehend gehalten werden. Gründe für einen Wechsel sieht er nicht: "Es gibt in Deutschland aus meiner Sicht derzeit keinen besseren Klub für einen Schalker Spieler, um sich zu entwickeln." Gleichzeitig gesteht er allerdings ein, dass man nicht zu den ganz Großen gehört: "Uns fehlt zu den absoluten Top-Mannschaften in Europa noch etwas. Aber wenn wir uns hier jede Saison weiterentwickeln und die Qualität im Team weiter ansteigt, können wir dauerhaft diese Lücke schließen", ist der Niederländer zuversichtlich.

Auf diese Weise könne man den FC Bayern auch mal abfangen und in einer Saison hinter sich lassen. Frei nach dem Beispiel Atletico Madrid: "Sie zeigen gerade auch in Spanien, dass es möglich ist, Barcelona und Real Madrid über eine Saison Paroli zu bieten." Primär gilt der Fokus jedoch der eigenen Mannschaft: "Wir müssen aber nur auf unsere eigene Entwicklung schauen und uns weiter verbessern."

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