thumbnail Hallo,

BVB-Shootingstar Erik Durm beschäftigt sich nicht mit Nationalelf

Er ist der Durchstarter bei den Schwarzgelben in dieser Saison. Von der Nationalmannschaft will er vorerst jedoch nichts wissen.

Dortmund. Da Marcel Schmelzer in dieser Saison oft mit Verletzungen zu kämpfen hat und Kevin Großkreutz nicht auf drei Positionen gleichzeitig spielen kann, hat Borussia Dortmunds Coach Jürgen Klopp den 21-jährigen Erik Durm ins kalte Wasser geworfen. Und der Linksverteidiger macht seine Sache mehr als gut. So gut, dass er von Lothar Matthäus als einzige Alternative für den linken Außenverteidigerposten in der Nationalmannschaft tituliert wurde.

Der junge Abwehrspieler geht ganz gelassen mit der Forderung des Rekordnationalspielers um: "Zuerst musste ich grinsen, habe mich riesig gefreut", sagte er im Interview mit der Sport Bild und fügte an: "Trotzdem beschäftige ich mich mit dem Thema im Moment nicht."  Vielmehr steht das Pokalfinale im Vordergrund. Im Sommer plant er einen Urlaub und die Reise zu seiner Familie in der Pfalz.

Neu ist für den Shootingstar der ganze Rummel um seine Person. Angst, das es ihm irgendwann zu Kopf steigen könnte, hat er nicht: "Wenn Mama oder Papa merken, dass ich die Nase zu hoch trage, würde ich sofort eine Ansage bekommen." Außerdem hält er nicht viel vom Rampenlicht. Andererseits ist die andere Seite der Medaille seiner Ansicht nach sehr nett: "Eigentlich ganz schön cool, wenn man erkannt wird oder die Kiddies plötzlich Autogramme wollen", schmunzelt er.

Bale oder Robben: Keine Angst, kein Problem

Seine Karriere ist noch frisch, aber dennoch mit reichlich Erlebnissen gespickt. Gegen Weltstars wie Arjen Robben und Gareth Bale hatte er schon die Ehre. Seinen Job hat er gegen beide sehr gut gemacht. Das habe er seinen Teamkollegen zu verdanken, die ihm vor dem Spiel jeweils Sicherheit gaben. Denn mit Angst könne man an so eine Aufgabe auf keinen Fall herangehen: "Wenn du ängstlich spielst, machst du Fehler", weiß der 21-Jährige.

Vor seinem Champions-League-Debüt gegen Marseille nahm ihn Klopp in die Arme, und sagte ihm, er solle einfach sein Ding machen, inzwischen lässt ihn der BVB-Coach vor den Spielen eher in Ruhe. "Da ist man zu 100 Prozent fokussiert", verrät Durm.

Bei den Leistungstests fiel auf, dass Dortmunds Nummer 37 die besten Ausdauerwerte hat. "Die Luft in der Pfalz ist schon extrem gut", scherzt er und weist anschließend auf seine Gene und seine Zeit in Saarbrücken hin: "Mein Vater war Handballer, da geht es ständig hin und her. In Saarbrücken hatten wir dann einen Trainer, der uns gerne mal um den Weiher gejagt hat – auch das hat sicher nicht geschadet."

Dazugehörig