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FC Bayern München: Selbstvertrauen für das Münchener Feuerwerk

Die erste Hälfte war zum Vergessen, doch dann folgte die erhoffte Reaktion. Am Ende kann man von einer halbwegs gelungenen Generalprobe sprechen.

NACHBERICHT
Aus der Allianz Arena berichtet Fabio Porta

Angespannt gingen Manuel Neuer und Bastian Schweinsteiger durch die Mixed Zone der Allianz Arena. Interviews gab es keine, Kampfansagen in Richtung Madrid waren am Samstagnachmittag Fehlanzeige. Nach dem 5:2-Sieg des FC Bayern München gegen Werder Bremen stellten sich nur Philipp Lahm und Jerome Boateng den Fragen der Journalisten. Die Generalprobe ist zum Teil geglückt.

Vor allem im ersten Durchgang konnte man das typische Muster der vergangenen Wochen erkennen. Die Bayern spielten uninspiriert und liefen naiv in die Konter der Bremer. Der einzige Lichtblick war Franck Ribery, der zum zwischenzeitlichen 1:1 traf. Dem Franzosen fiel sichtlich eine Last von den Schultern, über 90 Minuten wirkte Ribery frischer, bei 100 Prozent ist er allerdings noch lange nicht.

Kapitän Philipp Lahm ist jedoch nicht beunruhigt, im Gegenteil: "Ich trainiere täglich mit Franck, und er macht einen hervorragenden Eindruck. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Dass jemand mal nicht so gut spielt, wie Wochen, Monate oder Jahre zuvor, das ist doch normal", so Lahm. Mit 75 Pässen war der Franzose einer der Aktivposten, auch wenn er 14 von 22 Zweikämpfen verlor.

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Vor der Pause sorgte dann Aaron Hunt für den erneuten Rückstand und verdutzte Bayern-Gesichter. Unschuldig schoben sich Dante und Boateng die Blicke zu – vor allem das Innenverteidiger-Duo leistete sich einige Konzentrationsfehler, sodass die Bremer Führung zur Pause keineswegs überraschend war. "Manche Situationen haben mit der Konzentration zu tun, das ist in so einem Spiel normal", zeigte Lahm Verständnis.



Bayern reagiert

Nach der Pause war es Claudio Pizarro, der zweimal goldrichtig stand und die Bayern zurück ins Spiel brachte. Wieder dauerte es lange, bis der Motor zündete, und wieder überrannte man den Gegner mit wütenden Angriffen. Guardiola korrigierte noch einmal die Formation, indem Lahm auf die rechte Abwehrseite rückte und prompt legte dieser das 4:2 von Schweinsteiger auf. Arjen Robben setzte nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt. "Wichtig ist, dass wir am Ende mit einem positiven Gefühl rausgehen, und das können wir. Die zweite Halbzeit war ganz ordentlich. Wir konnten das Spiel drehen und haben gewonnen."

Claudio Pizarro: Der ewig Lächelnde

Das Ergebnis interessierte nicht viele, es war die Einstellung, die Stimmung, die Körpersprache, die wichtig war. Bis zum zweiten Durchgang war das alles andere als zufriedenstellend. Die Steigerung nach dem Seitenwechsel ist gut für das Selbstbewusstsein, doch gegen die Königlichen wird eine ganz andere Leistung und Körpersprache erforderlich sein. Das weiß auch Pep Guardiola.

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