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Werder Bremen: Ailton weiß, wie man den FC Bayern schlägt

2004 holte sich Werder Bremen mit Ex-Stürmer Ailton durch einen 3:1-Sieg in München die Meisterschale. Am Samstag sehen die Vorzeichen ganz anders aus.

Bremen. Am Samstag kommt Werder Bremen am 32. Spieltag der Bundesliga nach München zum FC Bayern. Die Vorzeichen sind eigentlich schon geklärt. Als bereits feststehender Deutscher Meister gehen die Münchner als Topfavorit in die Partie. Doch die Bremer konnten schon öfter zeigen, wie man den Rekordmeister vor eigenem Publikum schlägt. Fast genau vor zehn Jahren, am 8.Mai 2004, gewannen die Norddeutschen sogar die Meisterschaft in der bayrischen Landeshauptstadt. Der ehemalige Werder-Stürmer Ailton erinnert sich.

"Wir waren unheimlich konzentriert auf dieses Spiel", erklärte Ailton in der Kreiszeitung. " Mir steckte das Spiel so tief im Kopf, dass ich an nichts anderes denken konnte." Der Brasilianer litt in der Nacht zuvor sogar unter Schlafmangel, weil ihn das Spiel nicht loslassen wollte. "Du musst morgen ein Tor schießen. Du musst, du musst, du musst!", sagte er ständig zu sich. "Ich habe zu Gott gesprochen, habe gesagt: Gott, bitte ein Tor von Ailton."

"Danke für die Provokationen"

Letztendlich gewannen die Grün-Weißen mit 3:1. Die Tore erzielten an diesem 32. Spieltag Ivan Klasnic , Johan Micoud und eben Ailton. "Wir haben einfach super gespielt. Und ich habe im Stillen zu mir gesagt: 'Danke, Bayern München für die Provokationen! Danke, Uli Hoeneß! Jetzt sind wir Deutscher Meister.'

Am Samstag kann Bremen zwar nicht deutscher Meister werden, ein Sieg gegen den Triplesieger könnte die Laune der ohnehin angeschlagenen Münchner aber weiter verschlechtern. 

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