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Mit Beendigung der Regionalliga-Saison 2013/2104 wird es einen großen Einschnitt in Leverkusen geben. Die Werkself wird die zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden.

Leverkusen. Es hat sich schon länger angedeutet und jetzt ist es bestätigt: Bayer 04 Leverkusen wird sein U23-Team nach dem Ende der laufenden Regionalliga-Saison vom Spielbetrieb abmelden. Möglich machte das eine Option, die aufgrund von Regel-Änderungen der Deutschen Fußball-Liga möglich ist. Leverkusen selbst hat mit einer Anfrage an die DFL den Stein ins Rollen gebracht. Die Werkself erhofft sich von dieser Maßnahme eine positive Entwicklung.

"Ziel ist es, die Nachwuchsarbeit neu auszurichten und weiter zu verbessern", erklärt Bayer-Geschäftsführer Michael Schade. Der Fokus in der Jugendarbeit soll nun verstärkt auf die U17 und die U19-Bundesliga-Mannschaften gelegt werden. 

Die Gründe für den Entschluss liegen in der fehlenden Integration der Nachwuchsspieler in den Profi-Kader. Den letzten Spielern, denen der direkte Einstieg in den Lizenzspielerbereich gelang, waren Gonzalo Castro und Rene Adler. "Unsere Nachwuchsarbeit ist seit Jahren von der DFL mit den höchsten Noten bewertet worden. Allein in diesem Jahr wurde Bayer 04 Leverkusen wieder als Klassenbester ausgezeichnet. Gleichwohl ist es uns nicht wirklich gelungen, unsere Top-Nachwuchsspieler in großem Stile direkt in den Bundesliga-Kader zu integrieren", sagt Michael Schade. 

Abmeldung als Chance sehen

Mit der Abmeldung der U23 will Leverkusen genau dieser Problematik entgegensteuern. Zukünftig sollen die Jugendspieler noch stärker in den Lizenzspielerbereich einbezogen werden. Denn gut 20 Juniorenspieler, die in den vergangenen Jahren ausgebildet wurden, spielen heute in den drei deutschen Profiligen bei anderen Vereinen, aber leider nicht bei Bayer 04 Leverkusen. "Hier setzt der Hebel an. Wir mussten erkennen, dass unseren Toptalenten der Sprung in die Bundesligamannschaft nicht über eine zweite Mannschaft in der vierten Liga gelingen kann."

Bayer Leverkusen will allerdings weiterhin verstärkt auf Ausleihen setzen. Doch dieses System birgt auch Gefahren. Prominentestes Beispiel: Kevin Kampl. Der heute 23-Jährige wurde 2010 in die zweite Liga an die SpVgg Greuther Fürth und den VfL Osnabrück verliehen und später ablösefrei an die Ostwestfalen abgegeben. Heute trumpft der gebürtige Solinger bei Red Bull Salzburg groß auf und hat die Begehrlichkeiten internationaler Spitzenklubs auf sich gezogen.

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