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Zweckoptimismus beim HSV – Kreuzer: "Wir geben nicht auf"

Der HSV nähert sich aufgrund der 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg der zweiten Liga. Zahlreiche Ausfälle brechen den Hamburgern das Genick.

Hamburg. Als Schiedsrichter Peter Sippel das Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg abpfiff, waren viele der über 54.000 Zuschauer in der Imtech Arena längst auf ihrem Heimweg. Ernüchterung macht sich in Hamburg breit: Der HSV nähert sich Spieltag für Spieltag der zweiten Liga. Aufgeben kann und will man noch nicht, stellt Sportchef Kreuzer nach der 1:3-Niederlage klar. Obwohl die Hoffnung langsam schwindet.

Herr Kreuzer, der nächste Rückschlag für Ihr Team im Abstiegskampf. Wie viele noch?

Oliver Kreuzer: Irgendwann ist Schluss. Das hält keine Mannschaft aus. Gestern vor der Besprechung hat sich Jonathan Tah mit Grippe abgemeldet, beim Warmlaufen meldet sich Johan Djourou ab. So waren wir gezwungen, unsere Abwehr erneut umzustellen, wobei wir ohnehin schon auf dem Zahnfleisch gehen. Dann ist es schwer gegen einen wirklich guten Gegner zu bestehen. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Wir werden nicht aufgeben.

Nach 93 Sekunden liegt der HSV zurück. Passt das zur Situation?

Kreuzer: Die Abwehr war unorganisiert. Westermann musste notgedrungen ins Zentrum, obwohl er die letzten Spiele als Außenverteidiger aufgelaufen ist; Jiracek hat plötzlich Linksverteidiger gespielt. Es dauert seine Zeit bis das funktioniert. Wenn man einigermaßen organisiert ist, fällt dieses Tor nicht.

Was macht Ihnen noch Mut im Abstiegskampf?

Kreuzer: Wir sind nicht abgeschlagen, müssen aber die Resultate abwarten. Es wäre doch Wahnsinn, wenn wir etwas herschenken würden. Wir fahren nächste Woche nach Augsburg und wollen dort gewinnen. Mit aller Brutalität. Das wollten wir auch gegen Wolfsburg, wenn du allerdings ständig umbauen musst, zieht dich das runter.

Beobachten Sie schon Ihre möglichen Gegner in der Relegation?

Kreuzer: Es wäre fahrlässig, wenn wir das nicht tun würden. Wir werden jemanden beim Spiel Paderborn gegen Fürth vor Ort haben.

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