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Der 25-Jährige wird die WM in Brasilien wahrscheinlich verpassen. Trainer Luhukay zeigte sich schockiert.

Augsburg. Kapitän Fabian Lustenberger von Bundesligist Hertha BSC muss seinen WM-Traum wohl begraben. Er zog sich beim Aufwärmen vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg (0:0) einer ersten Diagnose zufolge erneut einen Muskelfaserriss zu und kann im Saisonendspurt wohl nicht mehr eingesetzt werden. Der schweizerische Nationalspieler hätte in Augsburg nach über zweieinhalbmonatiger Verletzungspause sein Comeback geben sollen.

Lustenberger sprach anschließend von einer "extrem großen Enttäuschung". Die WM mit der Schweiz sei aber erst sein "zweiter Gedanke" gewesen. "In erster Linie geht es um Hertha. Wenn ich hier nicht spiele, muss ich mir gar keine Gedanken über die WM machen", sagte er. Der Abwehrspieler hat im vergangenen November für die "Nati" unter Trainer Ottmar Hitzfeld debütiert und gehört zum erweiterten Kader. Die Schweiz trifft bei der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) auf Ecuador, Frankreich und Honduras.

Hertha-Trainer Jos Luhukay drückte seinem Schützling sein Mitgefühl aus. "Es war ein Schock für uns alle, vor allem für Fabian", so der Niederländer. "Der Junge hatte alle Hoffnung, vielleicht doch noch den Sprung nach Brasilien zu schaffen. Wir hoffen, dass er mit Start der neuen Saison wieder dabei sein kann."

"Zähes Spiel"

Ansonsten konnte Luhukay der Partie nur Positives abgewinnen. "Ich habe einige altbekannte Gesichter gerne wiedergesehen und habe hier nur positive Gefühle. Ich finde es fantastisch, wie sich Augsburg weiterentwickelt hat", lobte der 50-Jährige, der sich mit dem Unentschieden anfreunden konnte. "Der Punkt ist für uns ein kleines Erfolgserlebnis. In der ersten Halbzeit haben wir Augsburgs Spiel fast völlig neutralisiert."

Trainerkollege Markus Weinzierl kommentierte das Remis ähnlich wie Lukukay. "Es war ein zähes Spiel, Hertha hat es uns sehr schwer gemacht, wir sind kaum zur Entfaltung gekommen und haben es nicht geschafft, uns hundertprozentige Torchancen zu erarbeiten", erklärte der Augsburg-Coach. "Mit den Kontern in der zweiten Halbzeit hätten wir das Tor erzielen können, aber wir können mit dem Punkt leben."

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