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Gertjan Verbeek verärgert über Strafe vom DFB: "Kein freies Land"

Nürnbergs Trainer reagierte empört auf das DFB-Urteil und fühlt sich zu Unrecht bestraft. Trotz der kritischen Situation ist der Niederländer indes vom Klassenerhalt überzeugt.

Nürnberg. Trainer Gertjan Verbeek vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg hat sich verärgert über seine Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gezeigt. Verbeek war für seine Äußerung im Spiel beim SC Freiburg ("Wir haben gegen zwölf Mann gespielt") zu 5000 Euro Geldstrafe verurteilt worden - der Niederländer will Einspruch einlegen.

"Wir sind hier offenbar nicht in einem freien Land, wo man seine Meinung sagen kann", erklärte Verbeek vor dem vorletzten Heimspiel des abstiegsgefährdeten Clubs in dieser Saison am Sonntag gegen Bayer Leverkusen. Seine Strafe bezeichnete er als "unverschämt", so etwas kenne er nicht aus seiner Heimat, "das bringt doch keinem etwas."

Verbeek erläuterte, er hätte es für besser gehalten, vor einer Jugendmannschaft oder in einer Schule aufzutreten - erst einmal aber muss sich der Trainer aber ohnehin mit dem Kampf gegen den Abstieg befassen. "Wir haben immer noch eine sehr reelle Chance, es zu schaffen, wir tun alles, was in unseren Möglichkeiten liegt", sagte er.

"Die Mannschaft ist noch nicht gebrochen"

Die Möglichkeiten waren zuletzt allerdings begrenzt: Von den vergangenen acht Spielen hat der Club sieben verloren, davon die letzten vier nacheinander. Als Tabellenvorletzter liegen die Nürnberger einen Punkt vor Eintracht Braunschweig, einen Punkt hinter dem Hamburger SV auf dem Relegationsplatz sowie zwei Punkte hinter dem VfB Stuttgart auf dem Nichtabstiegsplatz.

"Auch nach dem Spiel gegen Leverkusen ist noch nichts entscheiden", betonte Verbeek am Freitag und versicherte: "Die Mannschaft ist noch nicht gebrochen", obwohl sie "mental schon viel schlucken musste". Am Sonntag fehlt erneut eine Reihe von potenziellen Stammspielern. Außerdem ist Adam Hlousek, bei Verbeek im linken Mittelfeld gesetzt, gesperrt.

Noch nicht sicher ist ein Einsatz von Markus Feulner. Der vielseitig einsetzbare Franke laboriert weiter an muskulären Problemen. Für Hlousek, darauf legte sich Verbeek schon fest, rückt Marvin Plattenhardt in die Offensive vor, Javier Pinola spielt Linksverteidiger.

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