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Lucien Favre: "Wollen den nächsten Schritt machen"

Gladbach macht Nägel mit Köpfen: Schon vier Neue haben sich die Fohlen für die neue Saison geangelt. Lucien Favre ist begeistert und sieht keine Gefahr für die eigene Jugend.

Mönchengladbach. Während andere Bundesligisten noch weitgehend in den Planungen stecken, hat Borussia Mönchengladbach Tatsachen geschaffen: Gleich vier Neuzugänge stehen bereits zur kommenden Saison fest. Trainer Lucien Favre lobt seine Neuen - sieht den Weg für eigene Talente aber keineswegs verbaut.

Mit Yann Sommer, Andre Hahn, Fabian Johnson und Ibrahima Traore haben die Fohlen bereits vier verheißungsvolle Transfers zur Saison 2014/15 getätigt. "Wir wollen den nächsten Schritt machen, uns in der Spitze und Breite verbessern", erklärte Favre nun gegenüber Sport Bild die neuerliche Transferoffensive.

"Ter Stegen verlässt uns, also war früh klar, dass wir einen guten Torwart brauchen", strich der Schweizer die Bedeutung der Verpflichtung seines Landsmannes Sommer heraus, der dem zum FC Barcelona wechselnden Marc-Andre ter Stegen in seinen Anlagen ähnele.

Favre: Hahn ist "jung, aufnahmefähig, finanzierbar"

Sommer sei "auf der Linie stark, ein guter Fußballer", so Favre über den für rund sechs Millionen Euro an den Niederrhein wechselnden Keeper vom FC Basel. Nur die Hälfte dieser Ablöse kostete Hahn, der für drei Millionen Euro aus Augsburg kommt. "Er ist jung, aufnahmefähig, für uns finanzierbar", so der Gladbacher Trainer.

"Johnson war ablösefrei, kann auf den Außenbahnen defensiv und offensiv spielen. Und Traore ist ein schneller, gefährlicher Mann, der uns noch flexibler macht", so der 56-Jährige über die beiden weiteren Verpflichtungen, die zum Nulltarif in den Borussia-Park kommen.

Entsprechend zufrieden und zuversichtlich gab sich der Schweizer hinsichtlich der mittelfristigen sportlichen Perspektive in Mönchengladbach: "Der Klub ist gut aufgestellt, auf allen Ebenen. Wir haben ein tolles Umfeld, guten Nachwuchs, sind finanziell gesund."

"Werden zwei, drei Jungs hochholen"

Bedrohlich könnte die neue Konkurrenzsituation im Kader allenfalls für die Talente aus den eigenen Jugendmannschaften werden. Favre jedoch beschwichtigte und betonte, auch künftig für Durchlässigkeit zu sorgen: "Wir werden nächstes Jahr zwei, drei Jungs zu den Profis hochholen, auch Sinan Kurt."

U-19-Spieler Kurt, eines der Toptalente aus der Gladbacher Nachwuchsarbeit, durfte in der Vorbereitung bei den Profis vorspielen und hinterließ einen guten Eindruck, soll aber wegen der Neuzugänge mit Wechselgedanken spielen. "Glauben Sie mir: Wenn ein Junge sich zeigt, spielt er bei mir sofort", stellte Favre auch ihm Einsatzminuten in Aussicht.

Jedoch dürfe man "die Jungs auch nicht verbrennen", so der seit 2011 bei der Borussia an der Seitenlinie verantwortliche Favre, der auf ein aktuelles Beispiel verwies: "Ein Julian Korb hat zwei Jahre Geduld gehabt, jetzt spielt er. Der 22-jährige Verteidiger steht seit Oktober fast durchgehend auf dem Platz, fehlte lediglich einmal gelbgesperrt.

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