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Der Kapitän ließ nach dem Rückfall in vergessen geglaubte Zeiten kein gutes Haar an sich und seiner Mannschaft. Vom Sportdirektor gab es dafür einen Rüffel.

Bremen. Nur eine Woche nach der hochgelobten Leistung gegen Schalke 04 (1:1) knickte Werder Bremen wieder ein. Die 0:3-Niederlage beim FSV Mainz 05 stand bereits zur Pause fest - und offenbarte gewohnte Schwächen: Nur knapp 42 Prozent der Zweikämpfe gewonnen, dazu eine miserable Passquote von 64,5 Prozent (Statistiken von OPTA). Kapitän Clemens Fritz ließ seiner Enttäuschung darüber freien Lauf: "Gerade das, was wir in der ersten Hälfte angeboten haben, war eine absolute Frechheit", polterte der 33-Jährige laut Bild.

Insgesamt habe Werder "ein katastrophales Spiel" gezeigt. Fritz sah sich daher zu einer Entschuldigung bei den eigenen Anhängern verpflichtet: "Ich schäme mich dafür, dass unsere Fans so eine weite Reise auf sich nehmen und wir so eine Leistung anbieten." So habe man sich "alles eingerissen, was wir uns in den letzten Wochen aufgebaut haben."

Eichin reagiert genervt

Deutliche Worte, die Sportdirektor Thomas Eichin sichtlich missfielen. "Ich kann es nicht mehr hören, was wir alles nicht gemacht haben. Das vertrage ich nicht. Es ist fatal!", bezog Eichin verärgert Stellung. Der 47-Jährige bemängelte überdies, dass die immer noch prekäre Situation an der Weser in den zurückliegenden Tagen zu rosig gesehen wurde: "Es war sehr ruhig zuletzt. Das hat mich gestört. Seit zwei Wochen fanden wir nirgends mehr im Abstiegskampf statt."

Da auch Hamburg, Nürnberg und Braunschweig nicht punkteten, beträgt Werders Vorsprung auf den Relegationsplatz weiterhin sechs Punkte. Ein Sieg sollte in den verbleibenden Spielen mindestens noch her. Das Restprogramm: Hoffenheim (H), Bayern (A), Hertha BSC (H) und Leverkusen (A).

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