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Christian Streich warnt vor Nichtabstiegsparty: "Das wäre Wahnsinn"

Freiburg ist dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen. Der Trainer will aber nichts von einer Vorentscheidung wissen.

Freiburg. Wer bereits den Klassenerhalt feiern möchte, bekommt es mit Christian Streich zu tun. Nach dem 30. Spieltag steht der SC Freiburg mit 32 Zählern auf Rang 14.

"Ich werde alles dafür machen, dass wir nicht denken, wir wären gerettet. Das wäre nämlich Wahnsinn", sagte der Trainer des Bundesligisten SC Freiburg nach dem 2:0 (1:0) am Samstag im Kellerduell gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig.

Obwohl die Breisgauer durch den Erfolg vier Spieltage vor Saisonende den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte ausgebaut haben, will Streich nichts von einer Vorentscheidung im Kampf gegen den Abstieg wissen. "Ich habe nicht auf die Tabelle geschaut, als es schlecht ausgesehen hat. Und ich schaue auch jetzt nicht auf die Tabelle", sagte der Coach.

Entscheidung erst am letzten Spieltag

Seine Schützlinge hat Streich bereits auf Linie gebracht. Wie der Trainer hielten auch die Profis nichts von vorgezogenen Glückwünschen zum Verbleib in der Eliteklasse. "Das war ein großer Schritt. Aber wenn wir jetzt zufrieden sind, verlieren wir die restlichen Spiele und steigen ab", sagte Torwart Oliver Baumann. Kapitän Julian Schuster gestand zwar ein, dass die Ergebnisse der Konkurrenz aus Sicht des Sport-Clubs "nicht ganz so schlecht" waren, "aber wir müssen weiter auf uns schauen - es kommt in den nächsten Wochen noch sehr viel auf uns zu."

Derweil wird es immer wahrscheinlicher, dass auf Jungstar Matthias Ginter ("Nach einem Sieg kann man immer besser schlafen, aber 32 Punkte werden nicht reichen") nur noch vier Spiele im SC-Trikot zukommen. Der 20 Jahre alte Jung-Nationalspieler, der angeblich für eine Ablösesumme in Höhe von acht Millionen Euro zu Vizemeister Borussia Dortmund wechseln soll, konnte und wollte kein Bekenntnis zum SC abgeben. "Ich habe zuletzt immer gesagt, dass ich mich sehr wohl in Freiburg fühle", sagte der hochveranlagte Innenverteidiger, der während der laufenden Saison auch im defensiven Mittelfeld überzeugte: "Aber ich kann noch nicht sagen, was nach Saisonende kommen wird."

Siegesserie ausgebaut

Im Fall eines Abschieds wird Ginter immerhin mit großer Sicherheit einen Bundesligisten verlassen. Obwohl es Streich und Co. nicht wahrhaben wollen, hat der Sieg gegen Braunschweig vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion für eine Vorentscheidung gesorgt. Ein Eigentor des Braunschweigers Damir Vrancic (8.) brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße, Schuster sorgte für den Endstand (48.). Für die Freiburger, die seit 1986 nicht mehr gegen Braunschweig verloren haben, war es der siebte Sieg gegen die Eintracht in Folge.

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