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Die Fehde geht weiter... Allerdings räumte Watzke ein, sich bei der Streitfrage um den Zinsatz des Bayern-Darlehens von 2004 geirrt zu haben.

Dortmund. Der Clinch zwischen Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und dem designierten Präsidenten des FC Bayern München Karl Hopfner geht in die nächste Runde, nachdem Hopfner den BVB-Boss zuletzt als "Baron von Münchhausen" betitelt hatte.

"Karl Hopfner hat mich mit diesem Vergleich persönlich beleidigt. Ich kann dazu nur sagen, dass ich noch nie einen Bayern-Verantwortlichen als Lügner, Betrüger oder ähnliches beleidigt habe und dies auch niemals machen werde", so Watzke jetzt gegenüber Bild.

Hopfner hatte den 54-Jährigen in einem Interview mit Sport Bild so bezeichnet, weil Watzke den Zinssatz auf das Bayern-Darlehen aus 2004 auf acht Prozent beziffert hatte. Watzke räumte ein: "In meiner spontanen Reaktion auf eine Frage hatte ich in der Tat irrtümlicherweise den falschen Zinssatz im Kopf."

Anspielung auf Hoeneß-Skandal

Aber: "Mir war es wichtig zu betonen, dass Bayern nichts zu unserer Rettung Anfang 2005 beigetragen hat", führte Watzke weiter aus und fügte hinzu: "Wir haben dieses Darlehen sehr schnell zurückgezahlt. Die finale Rate im Juni 2005 – in meiner Amtszeit." Der Kredit aus München sollte die Borussia vor zehn Jahren vor der Insolvenz bewahren.

Nach dem Steuerhinterziehungs-Skandal um Uli Hoeneß und dessen Verurteilung konnte sich der Geschäftsführer einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Ich kann aber beim besten Willen nicht erkennen, dass die Verantwortlichen von Borussia Dortmund – im Vergleich mit denen des FC Bayern – ein Glaubwürdigkeitsdefizit aufweisen würden."

Verhältnis der Bundesligisten zueinander

Vor dem Aufeinandertreffen von Borussia Dortmund und Bayern München am Samstag schilderte Watzke im kicker die Stimmung zwischen den Bundesligisten: "Das Verhältnis war schon einmal besser." Den Grund für den aktuellen Streit sieht der 54-Jährige im Erfolg des BVB: "Wir sind den Bayern in den vergangenen Jahren zu nahe gekommen."

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"Wer ein gutes Verhältnis zu den Bayern haben will, sollte sich sportlich möglichst weit von ihnen entfernen", erklärte er seine Aussage.

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