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Hahn weg, Weinzierl begehrt, weitere Profis umworben - FCA-Manager Reuter lässt sich trotz des Wirbels nicht aus der Reserve locken. Einen Abgang des Trainers fürchtet er nicht.

Augsburg. Der FC Augsburg spielt unter Trainer Markus Weinzierl eine sensationelle Saison, brachte zuletzt den FC Bayern beim 1:0-Sieg nach 53 Spielen ohne Niederlage zu Fall. Das weckt Begehrlichkeiten. Bayer Leverkusen soll am FCA-Coach interessiert sein. Manager Stefan Reuter blockt ab.

"Markus hat seinen Vertrag beim FCA bis 2017 verlängert. Ein klareres Bekenntnis gibt es nicht", wiegelte Reuter das Bayer-Interesse an Weinzierl gegenüber Sport Bild ab. Die Leverkusener sollen eine Verpflichtung des Erfolgscoachs als Nachfolger für den geschassten Sami Hyypiä ins Auge fassen.

"Die Zusammenarbeit funktioniert bestens, deswegen muss ich mich mit so etwas nicht beschäftigen", gab sich Reuter entspannt und stellte klar: "Markus bleibt bei uns." Mit 42 Punkten nach 29 Spielen und Platz acht - in Schlagdistanz zu den internationalen Rängen - sorgt der frühere Regensburger derzeit mit dem FCA für Furore.

Trotz Hahn: Ausverkauf unwahrscheinlich

Nicht nur der 39-jährige Jungtrainer, vor allem die Mannschaft hat großen Anteil am Aufschwung der Fuggerstädter. Mit Andre Hahn, den es nach Mönchengladbach zieht, hat der FCA eine erste Stütze verloren. Reuter fürchtet aber keinen Ausverkauf: "Ich kann ausschließen, dass unsere halbe Stammelf den Verein verlassen wird."

Der Weltmeister von 1990 habe "keine Angst, dass unsere Mannschaft auseinanderfällt", man sei "nicht auf Verkäufe angewiesen". Zuletzt soll der Hamburger SV an die Augsburger Profis Kevin Vogt und Matthias Ostrzolek herangetreten sein - Reuter winkt jedoch ab.

Reuter schießt gegen Kreuzer zurück

"Es macht wenig Sinn, sich bei den Spielern zu melden, wenn beide noch bis 2015 unter Vertrag stehen. Wenn ein Verein interessiert ist, dann muss er sich bei uns melden. So sind die Regeln", so der 47-Jährige Ex-Profi.

Das HSV-Interesse sorgte jüngst für einen Disput. Weinzierl spottete und verwies auf die Schulden der Rothosen, deren Manager Oliver Kreuzer den FCA-Trainer daraufhin erfolgsbedingten Realitätsverlust bescheinigte. "Oliver Kreuzer steht mit dieser Meinung sehr allein da", echauffierte sich Reuter.

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