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Die Fohlen sind in allen Bereichen für die Zukunft gerüstet. Die Gegenwart soll den fünfmaligen deutschen Meister in die Königsklasse führen.

Mönchengladbach. Drei wichtige Transfers schon abgeschlossen, positive Geschäftszahlen präsentiert und sportlich wieder in der Erfolgsspur: Borussia Mönchengladbach geht den Kampf um den Champions-League-Qualifikationsplatz im Saisonendspurt der Bundesliga mit reichlich Rückenwind an. "Wir werden alles in die Waagschale werfen, damit wir am Ende etwas ganz Großes erreichen", sagte Sportdirektor Max Eberl am Montag auf der Jahreshauptversammlung im Borussia-Park und erntete von den 1124 anwesenden Mitgliedern viel Beifall.

Eberl hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich der fünfmalige deutsche Meister in den vergangenen drei Jahren von einem Abstiegskandidaten zu einem Europacupaspiranten entwickelt hat. Schon jetzt scheint sicher, dass die Gladbacher trotz zwischenzeitlich neun Spielen ohne Sieg zum dritten Mal in Folge am Saisonende einen einstelligen Tabellenplatz belegen - das war dem Klub zuletzt vor 25 Jahren geglückt. "Wir sind alle extrem erfolgshungrig. Wir wollen am liebsten heute statt morgen deutscher Meister werden. Aber der Erfolg von Borussia muss nachhaltig sein", sagte Eberl.

Sportlich für die Zukunft gerüstet

Für Erfolge in der Zukunft ist der Klub mit der glorreichen Vergangenheit bestens aufgestellt. Die sportliche Führung mit Trainer Lucien Favre und Eberl sind langfristig bis 2017 gebunden. In Torhüter Yann Sommer (Basel/rund acht Millionen Euro), André Hahn (Augsburg/knapp drei Millionen) und Fabian Johnson (Hoffenheim/ablösefrei) stehen schon drei Neuzugänge im Sommer fest.

Der Stuttgarter Ibrahima Traore könnte bald folgen, zudem sind die Gladbach laut Eberl an "einem jungen Innenverteidiger" dran. Dabei könnte es sich um den Freiburger Matthias Ginter handeln. "Aufgrund der Perspektive, die wir bieten können, entscheiden sich Spieler für Borussia Mönchengladbach", erklärte Eberl.

Arango und Brouwers müssen wohl gehen

Die Zeichen bei Juan Arango und Roel Brouwers stehen derweil auch Abschied, auch wenn Eberl erneut betonte, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Teile der Fans wollen Publikumsliebling Arango gerne weiter im Fohlen-Trikot sehen, doch der 33-Jährige steht nicht für das von Favre favorisierte Tempospiel.

In den abschließenden fünf Spielen könnte Arango aber noch ein wichtiger Faktor werden. Derzeit läuft es im Kampf um die Königsklasse auf einen Dreikampf zwischen den Gladbachern, Bayer Leverkusen (beide 48 Punkte) und dem VfL Wolfsburg (47) hinaus. "Die Bundesliga ist kein Wunschkonzert, erzwingen kann man nichts", sagte Eberl.

"Nicht reich, aber kerngesund"

Finanziell sind die Gladbacher nicht vom Einzug in die Champions League abhängig, die von Geschäftsführer Stephan Schippers präsentierten Zahlen können sich sehen lassen. Das Geschäftsjahr 2013 schloss die Borussia mit einem Gewinn von 515.800 Euro nach Steuern ab. Der Umsatz lag bei 91,409 Millionen Euro.

"Das ist eine sehr gute Zahl. Es macht uns stolz, dass wir schwarze Zahlen schreiben, das ist etwas Besonderes. Das Geld, das wir einnehmen, werden wir in den Fußball investieren", sagte Schippers. Die Lizenz werde die Borussia erneut "ohne Auflagen und Bedingungen bekommen", so Schippers: "Borussia Mönchengladbach ist nicht reich, aber kerngesund." Gute Voraussetzungen für den Endspurt um die Champions League.

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