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Nach dem umstrittenen Elfer für Gladbachs Kruse kündigte der Keeper des FCN an, im Abstiegskampf keine Scheu mehr vor unfairen Bandagen zu haben. Sein Coach mahnte.

Nürnberg. Abstiegskampf ist Nervensache - so viel Klischee, aber doch so viel Wahres. Für den 1. FC Nürnberg wird die Luft nach der 0:2-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach ganz dünn, ein direkter Abstiegsplatz ist Realität. Umso bitterer, dass ein umstrittener Elfmeterpfiff für die Entscheidung sorgte. Club-Torwart Raphael Schäfer sah eine klare Schwalbe von Max Kruse und reagierte trotzig: "Fair Play ist mir ab sofort scheißegal!"

Schäfer führte die Gründe für seine Ankündigung aus: "Es kann nicht sein, dass wir den Fair-Play-Gedanken hochhalten und die Gegner treten das mit Füßen", so der 35-Jährige laut Bild. Im erbitterten Kampf um den Klassenerhalt müsse der Club nun "zur Not halt dreckig"  und "auch mal so unfair" agieren.

Verbeek und Bader relativieren

Nürnbergs Trainer Gertjan Verbeek rief seinen Kapitän indes dazu auf, derlei Unmutsbekundungen rasch ad acta zu legen. "Ich finde, man muss sich mit solchen Dingen nicht beschäftigen. Man muss Fußball spielen - und Tore schießen", betonte der Holländer.

Mehr Verständnis erntete Schäfer von seinem Manager. Allerdings war auch Martin Bader darauf bedacht, die Worte des Keepers zu relativieren: "Er meint ja nicht, dass man unfair spielen soll, sondern dass man in bestimmten Situationen einfach cleverer agiert."

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