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Schalke feiert Spieler-Trainer Kevin-Prince Boateng - Jens Keller: "Bin begeistert"

Skandal? Bei Schalke inzwischen fast ein Fremdwort. Auch nachdem Kevin-Prince Boateng gegen Werder Bremen die Arbeit von Coach Jens Keller übernahm.

Gelsenkirchen. Kevin-Prince Boateng hat in die Kompetenz von Schalkes Trainer Jens Keller eingegriffen. Was vor ein paar Monaten noch das Zeug zu einem handfesten Skandal beim Bundesligisten war, ist es nach dem 1:1 bei Werder Bremen ein Grund zum Feiern.

Der gebürtige Berliner stellte eigenmächtig das Team um: er rückte von der Zehn auf die Sechs, Julian Draxler dafür ins Zentrum und Leon Goretzka nach links. Gab es Ärger mit dem Coach? "Um Gottes Willen, nein!", stellte Keller in der Bild sofort klar: "Im Gegenteil, ich bin begeistert, dass die Spieler die Initiative ergreifen!"

Boateng habe ihm ein Zeichen gegeben und Keller war einverstanden. "Und seine Entscheidung war die richtige!", merkte der Trainer mit Blick auf den Ausgleich Goretzkas nur wenige Minuten später an.

Neustädter: "Netzer hat sich ja sogar selbst eingewechselt!"

Auch Roman Neustädter lobte die Rolle seines Teamkollegen als Führungsspieler. "Das ist doch toll!", freute sich der 26-Jährige und verwies auf eine Legende: "Warum eine Diskussion, ein Günter Netzer hat sich sogar selbst eingewechselt. Kevin hat in Bremen gesagt, wir stellen um. Das sind Feinheiten, die ein Spiel drehen können!"

Auch der eigentliche "Trainer" auf dem Platz, Kapitän Klaas-Jan Huntelaar meckerte nicht: "Am Ende müssen wir auf dem Platz sehen, wie es läuft. So muss es sein!"

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