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Hannovers Spieler nach Derby-Niederlage von eigenen Fans beschimpft

Die Nerven bei den Fans der Roten liegen nach der Pleite bei Braunschweig blank. Nach der vierten Niederlage in Folge befindet sich der Verein mitten im Abstiegskampf.

Hannover. Die Mannschaft von Hannover 96 ist nach der 0:3 (0:2)-Derbypleite bei Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig bei der Rückkehr in der niedersächsischen Hauptstadt von aggressiven Fans empfangen worden. Als der Mannschafts-Bus des Bundesligisten an der HDI-Arena ankam, flogen Gläser über den Zaun, auch Bengalos flogen in Richtung Stadion.

96-Trainer Tayfun Korkut und Kapitän Lars Stindl kamen dennoch zum Zaun, um mit den Fans zu diskutieren. "Die Mannschaft hat alles gegeben", soll der Trainer gesagt haben, was die Stimmung unter den maßlos enttäuschten Anhängern weiter angeheizt haben soll. Korkut stellte sich dennoch der Situation und kletterte auf den Zaun, von wo aus er über ein Megafon mit den aufgebrachten Fans diskutierte.

HSV-Duell ein Endpiel

Die Polizei versuchte unter anderem mit Lautsprecheransagen deeskalierend auf die Fans einzuwirken. Es wurden aber auch Wasserwerfer in Position gebracht. Unterdessen brüllten die Randalierer unvermindert in Richtung 96-Präsident Martin Kind: "Kind muss weg" und "Wir haben die Schnauze voll".

Keine guten Voraussetzungen für das Heimspiel gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag. Noch liegt der "große HSV" als Tabellensechszehnter mit 27 Punkten zwei Zähler hinter den Hannoveranern, die bei einer Niederlage im schlimmsten Fall auf Rang 17 abrutschen könnten.

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