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FC Bayern München nach der Niederlage: "Es geht nur um Mittwoch"

In Berlin fixierte der FCB die früheste Meisterschaft. Es folgten zwei Unentschieden und das Ende der Rekordserie. Ärger? Beinahe Fehlanzeige! Was zählt ist die Königsklasse.

München. Der FC Bayern kann doch verlieren: Am 29. Spieltag überraschte der FC Augsburg und setzte dem historischen Lauf von 53 Bundesliga-Spielen ohne Pleite ein Ende. Für Pep Guardiola war das 0:1 zudem die erste Niederlage im heimischen Alltag. Mit dem Gedanken waren aber Spieler und Trainer längst bei Manchester United.

Gleich auf sieben Positionen wurde rotiert, die Stars Franck Ribery, Arjen Robben und Kapitän Philipp Lahm standen nicht einmal im Kader. Dabei mahnte Sportvorstand Matthias Sammer gegenüber Sky vor dem Spiel: "Wir müssen davon weggehen, uns mit Samthandschuhen anzufassen." Zu sagen, "einer, der eine Minute länger spielt, kann am Mittwoch vielleicht nicht spielen oder nicht durchhalten", sei ein "Alibi".

Vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Manchester United standen unter anderem die Youngsters Yilli Salahi, Mitchell Weiser sowie Pierre-Emile Höjbjerg in der Startelf. "Wir müssen die Belastung klug steuern", betonte er, sonst könne es für die kommenden Herausforderungen gefährlich werden.

Bundesliga bereits abgehakt

Im Gegensatz zu Sammer nahmen die Spieler die Pleite relativ gleichgültig hin. Für Manuel Neuer war "das Wichtigste, dass sich keiner verletzt hat." Wie es etwa gegen Hoffenheim Thiago passierte. Zudem betonte er nachdrücklich: "Es geht nur um Mittwoch - alles andere ist egal." Er war nach dem Spiel der Meinung, dass Augsburg ein guter Test gewesen ist. Der Keeper hofft jedoch, dass United "nicht so oft vors Tor kommt." Die Mannschaft von Markus Weinzierl kam zu sieben Torschüssen, trotz des mageren Ballbesitzes von 35 Prozent.

Den Grund für die Niederlage sah Thomas Müller, in der 63. Minute für Claudio Pizarro eingewechselt, in der fehlenden Feinabstimmung der stark veränderten Formation. "Die entscheidenden Zentimeter haben gefehlt", erklärte der Mittelfeldspieler, "aber wenn wir am Mittwoch weiterkommen, haben wir alles richtig gemacht."

Fokussierung auf Champions League

Guardiola antwortete unmittelbar nach Schlusspfiff knapp: "Wenn es wichtig gewesen wäre, wären Philipp, Franck und Arjen da gewesen." Die veränderte Aufstellung war für ihn kein Grund für die Niederlage: "Wir haben verloren, weil der Gegner ein bisschen besser war als wir." Seine drei Youngsters lobte er als "beste Spieler." Sein Fokus war dabei längst auf die Champions League gerichtet.

In der vergangenen Woche kam man bei Manchester United nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Eine Niederlage im Rückspiel am Mittwoch in der Allianz Arena würde das Aus bedeuten. Der Katalane erklärte: "Das ist ein Finale, da geht es um Tod oder Leben."

Die Red Devils gewannen am Samstag in der Premier League gegen Newcastle und kletterten auf Platz sechs, während der Titelverteidiger die Generalprobe verpatzte. Bei Bayern scheint dies zumindest Spieler und Trainer nicht zu berühren. "Es ist doch nix passiert", stimmte Kroos in den allgemeinen Tenor ein.

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