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Der Manager der Königsblauen ist mit der aktuellen Situation zufrieden. Er lobt zudem, ebenso wie Trainer Jens Keller, die "hervorragende" Jugendarbeit des Vereins.

Gelsenkirchen. Manager Horst Heldt versucht, die Euphorie beim FC Schalke 04 nach der bisher erfolgreichen Rückrunde etwas zu bremsen. Er zeigt sich aber glücklich über die Leistungen der Mannschaft und lobt die Knappenschmiede, die Nachwuchsabteilung des Vereins. Nach dem achten Sieg im elften Rückrundenspiel wird eine erneute Qualifikation für die Champions League immer wahrscheinlicher.

Laut Heldt tue ein wenig Demut dem Verein gut: "Wir dürfen nicht vergessen, wo wir im Winter standen", erklärte er auf schalke04.de. Außerdem habe man "noch sechs Spiele und ein schweres Programm vor der Brust".

Mit dem aktuellen Tabellenplatz drei wäre der Manager am Ende der Saison zufrieden: "Wenn ich jetzt unterschreiben könnte, dass wir die Saison als Dritter beenden, würde ich das sofort machen. Denn dann hätten wir ein ganz großes Ziel erreicht, nämlich die dritte Champions-League-Teilnahme in Folge. Das ist unserem FC Schalke 04 bislang noch nie gelungen."

Huntelaar beflügelt S04

Darüber hinaus gibt es noch ein weiteres Ziel im Blick: "Aber natürlich wissen wir auch, was es all unseren Fans bedeuten würde, am 34. Spieltag vor Borussia Dortmund zu stehen. Wir kennen unseren Auftrag und werden alles dafür geben. Ich werde mit Sicherheit keinen unserer Spieler bremsen."

Vor allem die Rückkehr von Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar, der in 13 Bundesliga-Spielen in der Saison 2013/2014 elf Treffer erzielte und durchschnittlich nur rund 98 Minuten für ein Tor benötigte, sei laut Heldt sehr wichtig gewesen: "Er hat vor dem Tor eine außerordentliche Qualität, die uns natürlich gefehlt hat. Vergleichbar wäre, wenn in Dortmund Robert Lewandowski oder in Leverkusen Stefan Kießling ausfallen würden."

Knappenschmiede leistet "hervorragende" Arbeit

Gegen den FC Augsburg und auch Real Madrid standen, bedingt durch die zahlreichen Verletzten, acht Spieler in der Startelf, die die Jugendabteilung des FC Schalke durchliefen. Heldt lobte die Arbeit der Knappenschmiede: "Wir haben eine hervorragende Nachwuchsabteilung. Aber dahinter steckt auch richtig viel Arbeit. Der Erfolg ist nicht von Gott gegeben."

Das "entscheidende Kriterium" im Vergleich zu anderen Klubs sei, dass "dies nach oben auch transportiert wird. Dass wir im Lizenzspielerbereich die richtigen Entscheidungen treffen und den Talenten aus der Knappenschmiede auch eine Chance geben. Was nutzt eine gute Jugendarbeit, wenn man die Spieler am Ende des Tages nicht einsetzt."

Diesen Gedankengang erläuterte Horst Heldt am Beispiel des 18-jährigen Max Meyer, der in der Saison 2013/2014 auf 24 Einsätze in der höchsten Spielklasse und damit 1433 Spielminuten kommt: "Wir haben uns im vergangenen Sommer bewusst für Max entschieden und Raffael nicht fest verpflichtet, obwohl er eine gute Rückrunde gespielt hat." Der Brasilianer Raffael wechselte anschließend von Dynamo Kiew zu Borussia Mönchengladbach und ist mit 15 Toren und fünf Vorlagen bester Scorer der Fohlen.

Keller: "Jeder hat das Gefühl, dazuzugehören"

Auch Trainer Jens Keller sprach im Schalker Kreisel vom 28. März in den höchsten Tönen von den Nachwuchsspielern des Vereins: "Sie sind einfach gut und spielen nicht aus der Not heraus. Es hilft uns enorm, dass unsere Knappenschmiede so gute Arbeit leistet. Keine andere Mannschaft in Deutschland hat mehr regelmäßig eingesetzte Nachwuchsspieler im Team als Schalke und kämpft zudem um die Champions-League-Ränge.

Trotz der zahlreichen Verletzten über den gesamten Saisonverlauf steht der Klub auf Platz drei in der Tabelle. Keller begründete dies damit, dass man gut arbeite und "alle zum Team gehören. Wir haben ja auch nie von einer Stammelf gesprochen. Jeder Spieler hat das Gefühl, dazuzugehören. Auch im taktischen Bereich sollen alle auf einem Stand sein. Deshalb funktioniert das Kollektiv trotz der Ausfälle."

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