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Werder-Coach Robin Dutt: "Glücklich, aber nicht unverdient gewonnen"

Der Bremer Übungsleiter war zufrieden mit der Darbietung seiner Mannschaft. Hannovers Coach richtet seinen Blick derweil nach unten und hadert.

Hannover. Mit dem Sieg im Abstiegskampf-Nordderby kann Werder Bremen erst mal durchatmen. Nach dem 1:2 muss sich Gegner Hannover 96 weiterhin nach unten orientieren und punkten, um den Klassenerhalt nicht zu gefährden. Werder-Coach Robin Dutt war sehr zufrieden mit der Leistung seiner Elf. Sein Gegenüber Tayfun Korkut haderte mit der verschlafenen ersten Halbzeit.

Bremens Trainer freute sich über die drei Punkte in der Fremde: "Wenn man so kurz vor Schluss das Siegtor erzielt, ist die Erleichterung natürlich groß", gab Dutt offen zu und fügte an: "Wir haben glücklich, aber nicht unverdient gewonnen." In der ersten Hälfte machte Werder ein besonders gutes Spiel. Umso negativer stießen ihm der Gegentreffer vor der Pause auf: "Sehr ärgerlich war der Rückstand zur Pause."

Zu Hannovers Glück punkten die Anderen nicht 

In der zweiten Hälfte drückte Hannover wiederum. Die Reaktion gefiel Werders Übungsleiter sehr: "In der Drangphase des Gegners haben wir uns in der zweiten Halbzeit dann richtig gut gewehrt." Hannovers Coach Korkut bezeichnete es anders: "Werder hat klug gekontert."

In der Niederlage sah er eine große liegengelassene Chance, sich "von da unten abzusetzen". Sportdirektor Dirk Dufner bewertete die Pleite im übertragenden Sinne als nicht ganz so schlimm: "Wir haben nichts verloren, aber das haben wir uns nicht selbst zu verdanken." Der Trainer stößt allerdings mahnend in die gleiche Kerbe: "Das wird in den nächsten Wochen nicht einfacher, denn es wird nicht immer so sein, dass die anderen Teams nicht punkten."

Schwere Aufgaben vor der Tür

Werder hat schon mal gepunktet und "eins von sieben Finalspielen" gewonnen, wie es Manager Thomas Eichin im Nachhinein bezeichnete. Aber dieses Spiel spielt in der Zukunft keine Rolle mehr: "Ich hoffe, dass die Mannschaft das Spiel abhakt. Am Samstag ist das nächste Spiel." Und da geht es für die Grün-Weißen gegen den FC Schalke 04. Und die Königsblauen wollen ja bekanntlich noch den Rivalen von Platz zwei stoßen.

"Die anderen haben auch schwere Brocken", entgegnete Eichin, als er auf das Restprogramm angesprochen wurde. Und für 96 geht es gleich ins nächste Derby: gegen Eintracht Braunschweig. Für die Löwen geht es um alles. Dufner bezeichnet das Match als "kein normales Spiel." Dennoch will man die "drei Punkte unbedingt holen".

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